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Title:
(Drittes und viertes Schuljahr)
Persons:
Bojunga, Klaudius Tesdorpf, Wilhelm Plümer, Emil Lentz, Alfred Haupt, W. Bachmann, C. Fr.
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-15600192
<br> 2. Illorgenlied. <br> ie Sterne sind erblichen <br> mit ihrem güldnen Schein <br> Bald ist die Nacht entwichen, <br> der Morgen dringt herein. <br> Noch waltet tiefes Schweigen <br> im Tal und überall; <br> auf frisch betauten Zweigen <br> singt nur die Nachtigall. <br> 3. <br> 2. Sie singet Lob und Ehre <br> dem hohen Herrn der lvelt, <br> der überm Land und Meere <br> die Hand des Segens hält. <br> (Er hat die Nacht vertrieben. <br> Ihr Nindlein, fürchtet nichts! <br> Stets kommt zu seinen Lieben <br> der Vater alles Lichts. <br> Heinrich Hoffniann von Fallersleben. <br> Warum ? <br> 1. <br> Hamburg auf einem Platz standen einmal zwei Arbeiter; und wer <br> sie sah, dachte an des Herrn Wort: „Um die elfte Stunde aber <br> ging er aus und fand andre müßig stehen am Markte und sprach zu <br> ihnen: „Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?" Denn obgleich <br> 5 der Glöckner schon auf dem Wege war, die Mittagsglocke zu ziehen, <br> so warteten sie doch noch immer auf den, der da kommen sollte'und <br> sagen: „Geht mit mir, ich will euch geben, was recht ist." <br> Und als um zwölf Uhr im Michaelisturm die große Glocke ge- <br> zogen wurde, nahm Karsten, der eine von den zweien, den Hllt ab <br> 10 und betete ein Vaterunser, oder was er sonst in seinem Herzen redete. <br> Volland aber, der andre, ließ den Hut ans dem Kopse und sprach: <br> „Weiß nicht, warum ich mich bemühen soll, wenn die Alte da oben <br> summt und brummt. Wie leicht fällt ein Ziegel vom Dach und schlägt <br> mir ein Loch in den Kopf! Was gilt's, Vetter Klaus, es geht betncr <br> 15 großen Nase einmal schlecht, wenn du beim Summen der Betglocke mit <br> entblößtem Scheitel da oben hinausschaust." Karsten aber antwortete <br> nur: „Will sehen, Vetter Ehrhard, will sehen." <br> Er hätte auch zu einer längeren Erwiderung nicht Zeit gehabt; <br> denn da er das gesagt, trat ein kleiner, alter Herr zu ihm und sprach: <br> 20 „Gefällt's dir, so komm! Ich will dir Arbeit geben und bezahlen, was <br> recht ist." Karsten ging mit, und als das alte Herrlein unterwegs <br> zu ihm sagte: „Aber ich kann es nicht leiden, daß, die mein Brot <br> essen, fragen, warum?" antwortete er: „Euer Wille geschehe! Viel <br> Reden und viel Fragen ist das ganze Jahr meine Sache nicht." — <br> 25 Also kamen sie, ohne ein Wort weiter zu verlieren, in die große Zucker¬ <br> siederei vor dem Tor. Und als Karsten hinter dieser die großen Holz¬ <br> stöße sah, wurde er ganz fröhlich in seinem Herzen und sprach bei