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Title:
Erstes Lesebuch
Persons:
Fechner, Heinrich
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-19720187
<br> 93 <br> VI. Erzählungen Märchen. <br> 159. Die Edelsteine. <br> Ein Goldschmied mußte für eine vornehme Frau <br> einen prächtigen Schmuck machen, zu dem sie ihm mehrere <br> kosthare Edelsteine gab. Robert, sein Lehrjunge, hatte <br> an den hellen funkelnden Steinen, die in allen Farben <br> glänzten, große Freude und betrachtete sie oft Mit <br> einem Male bemerkte der Meister, daß ihm wei der <br> schönsten Steine fehlten. Er hatte den Lehrjungen in <br> Verdacht und suchte in dessen Schlaffammer nach Da <br> fand er die Edelsteine in einem Loche, das sich über einem <br> alten Kasten in der Mauer befand <br> 2 Robert beteuerte zwar, er habe die Steine nicht <br> gestohlen allein sein Meister züchtigte ihn sehr hart, <br> sagte, daß er den Galgen verdient habe, uünd jagte ihn <br> fort Am andern Tage fehlte wieder ein Stein und der <br> Goldschmied fand ihn im nämlichen Loche. Nun gab <br> er fleißig acht wer doch die Edelsteine dahin dersteckte <br> Da kam eine Elster, die der Lehrling aufgezogen und <br> zahm gemacht hatte auf den Arbeitstisch geflogen, nahm <br> einen Edelstein in den Schnabel und trug ihn in das <br> Mauerloch Der Goldschmied bedauerte es nun herzlich <br> daß er dem armen Knaben Unrecht gethan habe. Er nahm <br> ihn wieder an, behandelte ihn von nun an sehr gütig <br> und hatte nie mehr so leicht auf jmand einen AMgwohn <br> 160. Die streitenden Hunde. <br> Zwei Hunde stritten sich um einen Knochen den <br> jeder haben wollte. Während sie sich herum balgten <br> und bissen, schlich ein dritter herbei, faßte den Gegenstand <br> des Streites lief damit fort und ließ sich an einem <br> sichern Orte seine Beute trefflich schmecken