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Title:
Die Hauptereignisse der römischen Kaiserzeit, Deutsche Geschichte bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges
Persons:
Christoph, A. Dittrich, P.
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-6831737
<br> Übergang zur Neuzeit <br> Die Zeit des Humanismus. (1450—1517.) <br> Übersicht. <br> Nach den Konzilien ist die Macht des Papsttums wiederher¬ <br> gestellt, aber die Kirche verliert an Einfluß auf das geistige Leben. <br> Dieses erfährt durch Vertiefung und Erweiterung des Studiums der Alten <br> eine Umwandlung, die man als Renaissance (geistige Wiedergeburt) be¬ <br> zeichnet. Ihre literarische Erscheinung ist der Humanismus. <br> Der Humanismus will eine Umwälzung aller überkommenen <br> Anschauungen, setzt sich zur christlichen Gedankenwelt allmählich <br> in Widerspruch und trachtet danach, an dem großen Vorbilde der Antike <br> das rein Menschliche, das Humane, zu erkennen und im Leben <br> zu verwirklichen. Die Entdeckung der Neuen und die Erschließung <br> eines großen Teiles der Alten Welt durch Spanier und Portu¬ <br> giesen erweitert den Schauplatz der Geschichte über seine bisherigen Grenzen <br> und bringt eine Fülle neuer Kenntnisse und Anschauungen nach Europa. <br> Deutschland. Die Habsburger benutzen die Kaiserwürde, um ihre <br> Hausmacht zu vergrößern. <br> Während die Kaisermacht selbst zunächst in den Händen eines <br> schwachen Inhabers zum Schatten hinabsinkt, wächst die Macht des <br> Fürstentums; die Städte erleben jetzt erst ihre größte wirtschaftliche <br> und künstlerische Blüte. Der Ritterstand verliert an Bedeutung, da <br> seine kriegerischen Leistungen von denen der Landsknechte überholt sind. <br> Den unteren Ständen in den Städten und den Bauern ist, <br> seitdem die Kolonisation im Osten aufgehört hat, die Möglichkeit zur Aus¬ <br> wanderung und damit zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage ge¬ <br> nommen: ihre Unzufriedenheit äußert sich schon in Aufständen. <br> Unter dem Eindrücke der schweren Verluste an den Grenzen und tu <br> der Besorgnis vor neuen, größeren wird die Reichsreform zustande ge¬ <br> bracht. Da sie aber alle Macht den Ständen gibt, hat sie von vorn¬ <br> herein einen Gegner am Kaiser. <br> Europa. In Italien arbeiten die kleinen Staatswesen durch ihre <br> Rivalitäten untereinander der Fremdherrschaft in die Hände; es handelt <br> sich zuletzt um die Frage, ob Aragonien-Spanien, das von Süden <br> her, oder Frankreich, das von Nordwesten her eindringt, siegen werde? <br> Das französische Königtum vollendet den Ausbau des nationalen