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Title:
Deutsche Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters
Persons:
Brockmann, Emil Kösters, Josef
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-6928546
<br> die eigene Sprache durch neue Lehnwörter oder eigneten sich sogar die <br> Sprache der Römer an. <br> Durch die römische Bildung wurden die Germanen sür die Auf- <br> uahme der Lehren des Christentums vorbereitet, das auch <br> die Bruchstücke der antiken Kultur gerettet und den später lebenden <br> Geschlechtern überliefert hat. <br> Die Zeit der Völkerwanderung war das Heldenzeitalter des <br> germanischen Volkes. Die vielen neuen Lieder, welche von dem <br> mythischen Frankenkönig Siegfried, von Dietrich von Bern. Etzel. <br> Gunther und Hildebraud berichten, haben sich jahrhundertelang <br> im deutschen Volke lebendig erhalten; sie bilden den Stoff für später <br> entstandene Heldengesänge, unter denen das Nibelungenlied das <br> bedeutendste ist. <br> Ii. Aas Irankenreich. <br> Chlodwig (481-511.) <br> Die Gründung des Frankenreiches. Unter den deutschen Volks- <br> stammen, die während der Völkerwanderung austreten, sind es die Franken <br> gewesen, die auf den Trümmern des römischen Reiches eine Herrschaft <br> von längerer Dauer gegründet haben. Sie hatten die Grenzen ihrer <br> Wohnplätze nicht zu weit nach Süden verschoben, weshalb ein <br> Znzng ans der Heimat möglich war, und durch natürliche Grenzen ge- <br> schützt, waren sie mehr als andere Völker von dem Strome <br> der Völkerwanderung verschont geblieben. Sie hatten somit <br> ihre kraftvolle Volksart festgehalten und recht bald den Gegen- <br> satz zwischen römischem und germanischem Wesen über- <br> wunden. Besonders bildete die gleiche Religion ein Band, das <br> beide Teile nach und nach als ein einheitliches Ganzes umschlang. <br> Im Jahre 481 trat unter den salischen Franken Chlodwig, ans <br> dem bedeutenden Geschlechte der Merowinger^) stammend, die Herrschaft <br> an. Obgleich erst fünfzehn Jahre alt, war er klug und nnternehmungs- <br> lustig: um ein großes, einiges Frankenreich zu gründen, war ihm jedes <br> Mittel recht. <br> Chlodwigs Kriege. Ganz Gallien seiner Herrschaft zu <br> unterwerfen, war das nächste Ziel Chlodwigs; um es zu erreichen, <br> mußte er mehrere Kriege führen. Zuerst wandte er sich gegen Sy« grins, <br> \) Der Name ist abzuleiten von Meruva (jetzt Merwe. Arm der Maas).