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Title:
Hilfsbuch für den Unterricht in der deutschen Geschichte bis zum Ausgang des Mittelalters
Persons:
Lohmeyer, Karl Thomas, A. Knaake, Emil
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-4656693
<br> Erster Zeitraum. Von den ältesten Zeiten bis zur Bildung des deutschen Reiches 843. <br> gegen Loki und die Riesen, ihren Untergang. Aber aus dem Zu¬ <br> sammenstürze des Himmels in dem großen Weltenbrande entsteht eine <br> neue Welt mit reineren Göttern und reineren Menschen. <br> Den Göttern haute man keine Tempel; man verehrte sie in <br> heiligen Hainen, an den Quellen der Ströme und auf den Gipfeln <br> der Berge. Geopfert wurden ihnen Früchte des Feldes, Tiere und <br> Menschen, namentlich Gefangene. Den Willen der Götter suchte man <br> durch Beobachtung der Vögel und heiliger Rosse, durch den Zweikampf <br> und das Werfen der Runenstäbchen zu erforschen. Neben den Priestern <br> werden auch Priesterinnen genannt, die häufig cm großes Ansehen <br> genossen. <br> II. <br> Kursor Überblick über die weströmische Laiserge schichte <br> mit besonderer Rücksicht auf die Beziehungen der Römer <br> zu den Germanen bis zur Völkerwanderung 3 7 5. <br> 1 Tie Kaiser aus dem Julischen Hause. <br> Die Germanen Haben unter Führung des Arminius ihre Frei¬ <br> heit bewahrt und die Römer gehindert, Germanien in eine römische <br> Provinz zu verwandeln, als das gewaltige römische Reich durch keine <br> Bürgerkriege geschwächt, vielmehr durch kräftige Kaiser gestärkt war. <br> Als Oktavian, der Enkel einer Schwester des C. Julius Cäsar, <br> durch seinen Sieg bei Actium und durch die Eroberung Ägyptens im <br> 3« v. 6hr. Jahre 30 v. Chr. Geb. die Alleinherrschaft erlangt hatte, nahm er nicht <br> den Königstitel an, der den Römern verhaßt war, sondern ließ sich <br> nur die wichtigsten Ämter der Republik übertragen. Er erhielt das <br> Tribunal, so daß seine Person unverletzlich war und er den Senat <br> berufen konnte, er bekleidete das Amt eines Oberpriesters (Pontifex <br> Maximus) und wurde Imperator auf Lebenszeit, wodurch er den Ober¬ <br> befehl über alle Truppen zu Wasser uud zu Lande erhielt. Genannt <br> wurde er Priuceps (= der Erste) oder Augustus (= der Erhabene, <br> Erlauchte) oder Cäsar als Adoptivsohn des C. Julius Cäsar, woraus <br> der Titel Kaiser entstanden ist, oder Imperator. Als Imperator <br> verwaltete er diejenigen Provinzen, in welchen zum Schutze der Gren¬ <br> zen stehende Heere gehalten wurden (Gallien, Spanien, Syrien, Ägyp¬ <br> ten), während der Senat die Verwaltung der übrigen Provinzen be¬ <br> hielt. Zu den kaiserlichen Provinzen kamen später noch neu eroberte <br> hinzu. Augustus unterwarf nämlich das Land zwischen dem Balkan <br> und der Donau (Mosten) und die Alpenvölker, welche häufig Raub¬ <br> züge in das römische Reich unternahmen und die Alpenstraßen unsicher <br> machten, durch seine Stiefsöhne Tiberius uud Drusus, die das Laud