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Title:
Atlas zur territorialen Entwicklung Preußens
Persons:
Mück, Ida
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-5459220
<br> 18. Januar 1701 ^riebrid), souveräner Herrscher im Äzt. Preußen, wirb zum <br> „König in Preußen" in Königsberg gekrönt. <br> Die Farben des ehemaligen Ordensstaates (Schwarz—Weiß) werden die Farben des <br> Königreichs Preußen. <br> Friebrich Wilhelm I. <br> 1713 im spanischen Erbfolgekrieg (Friede zu Utrecht) als Rechtsnachfolger der <br> Lerzöge von Kleve: <br> Obergelbern; <br> 1720 im nordischen Krieg (Friede zu Stockholm): <br> Vorpommern zwischen Oder und Peene mit dem Lass und den Oder¬ <br> mündungen; Stettin, Usedom und Wollin; die Städte Damm und <br> Gollnow rechts der Oder. <br> Die Erwerbungen bringen eine Verstärkung des rheinisch-westfälischen Gebietes und den <br> wirtschaftlich wertvollen Zuwachs durch das Emsgebiet, das Maasgebiet und durch das Mündungs¬ <br> land der Oder mit dem Äafen Stettin. Der Gedanke der Staatseinheit wird durch eine unter <br> Friedrich Wilhelm I einheitlich durchgeführte Verwaltung der Verwirklichung näher geführt. <br> Karte VI. <br> 1740—1786, <br> Friedrich II der Große. <br> 1742,1745,1763 durch den ersten und zweiten schlesischen und den siebenjährigen Krieg <br> (Friedensschlüsse zu Breslau, Dresden, Äubertusburg): <br> Fst. Liegnitz, Brieg, Wohlau. <br> Fst. Ratibor, Oppeln, Breslau, Schweidnitz, Zauer, Gloaau mit <br> Schwiebus. <br> Fst. Sagan, Öls, Münsterberg, Neiße. <br> Standesherrschaften Karolath, Wartenberg, Beuchen, Pleß u. a. <br> Gssch. Glatz. <br> 1744 Fst. Ostsrieslanb mit dem Äafen Emden und dem Äarlingerland auf Grund <br> der f. 3t. auf diese Gebiete erworbenen Anwartschaft (nach dem Erlöschen <br> des Fürstenhauses Cirksena). <br> 1772 aus der 1. Teilung Polens: <br> Westpreußen (Pommerellen und Elbing) samt Ermlmtb, mit Ausschluß von <br> Danzig und Thorn. <br> Netzebistrikt und Knlmerlanb. <br> 1780 2/5 der Gffch. Mansfeld auf Grund der alten magdeburgischen Rechte. <br> Nach dem bayerischen Erbfolgekrieg (Friede zu Tefchenl779) bedingt sich Friedrich <br> der Große das unbeschränkte Äeimfallsrecht der altzollernfchen Fürstentümer <br> Ansbach und Bayreuth an Preußen aus. <br> Durch Westpreußen wird Ostpreußen dem Stammlande angeschloffen und vor der russischen <br> Umschließung geschützt. Durch Schlesien gewinnt Preußen auch den Besitz des oberen und somit <br> des ganzen Oderlaufes. Durch Ostfriesland kommt das Emsgebiet mit dem wichtigen Nordseehafen <br> Emden in preußischen Besitz. Das Gebiet ist von 2200 O.-M. auf 3500 Q.-M. gewachsen. Der <br> preußische Staat rückt in die Stellung einer europäischen Großmacht ein (König von Preußen). <br> Ober- n. <br> Nieber- <br> schlesien <br> bis zur <br> Oppa <br> n.Gfsch. <br> Glatz <br> Karte VII. 1786—1806. <br> Friedrich Wilhelm II 1786-1797 und <br> Friedrich Wilhelm III bis 1806 (1797—1840). <br> Friebrich Wilhelm II. <br> 1791 Fst.Ansbach und Bayreuth infolge Verzichts des letzten kinderlosen Markgrafen. <br> 1793 aus der 2. Teilung Polens: <br> Danzig und Thorn (zu Westpreußen) <br> Sübprenßen westlich der Weichsel (Teile der polnischen Woywodschasten <br> Posen, Gnesen, Kalisch, Rawa, Plock u. a.). <br> 1795 aus der 3. Teilung Polens: <br> Neuostpreußen zwischen Bug und Niemen (Teile der polnischen Woywod- <br> schaften Warschau, Praga, Bialystock, Ostrolenka, Masowien u. a., die <br> litauische Woywodschast Samogitien u. a.). <br> Neuschlesien (zur Woywodschast Krakau gehörig). <br> Friebrich Wilhelm III. <br> 1803 durch den Reichsdeputations-Äauptschluß: <br> die säkularisierten Lochstifter: <br> Hilbesheim, Paberborn, Münster (östl. Teil); <br> die Abteien: <br> Äerford,Quedlinburg,Elten,Efsen,Werden,Kappenberg. <br> die kurmainzischen Besitzungen in Thüringen: <br> Erfurt samt dem Eichsfeld. <br> die Reichsstädte: <br> Mühlhausen, Nordhausen, Goslar, Münster. <br> Gegen Abtretung von Ansbach an Bayern und von Neuchatel und des <br> rechtsrheinischen Kleve mit der Festung Wesel an Frankreich (Schön¬ <br> brunner Vertrag 1805) nimmt Preußen 1806 das Königreich Hannover <br> mit Lauenburg in Besitz, tritt es aber 1807 wieder an England ab. <br> Die polnischen Erwerbungen, die einen Länderzuwachs von e. 1800 Q.-M. bedeuten, sind bis <br> auf das für Westpreußen wichtige Danzig und Thorn insofern von zweifelhaftem Wert, als das <br> Land eine rein slawische Bevölkerung aufweist. Dagegen ist die durch den Reichshauptschluß <br> erfolgte Beseitigung von über 100 Sondergebieten, sowie die Säkularisierung, bezw. Austeilung <br> geistlicher Gebiete für die einheitliche Gestaltung der späteren preußischen Provinzen von außer¬ <br> ordentlicher Bedeutung. <br> Karte VIII. <br> Preußen nach dem Frieden von Tilsit 1807. <br> 9. Juli 1807 im Tilsiter Frieden verbleibt Preußen uur bie Hälfte seines Gebietes. <br> Besitzstand 1806 5710 Q.-M. <br> Besitzstand 1807 2869 Q.-M. <br> Preußen verliert Verlust 2841 Q.-M. <br> westlich der Elbe: alle Besitzungen; <br> östlich der Elbe: <br> den Kreis Kottbus u.Peitz, Südpreußen, Neuostpreußen, Neuschlesien, den <br> südl. Teil des Netzedistrikts u. des Kulmerlandes, sowie Danzig und Thorn. <br> als Entschädigung für <br> die seit dem Baseler <br> Frieden 1795 von Frank¬ <br> reich besetzten und im <br> Frieden von Lüneville <br> 1801 abgetretenen links¬ <br> rheinischen Besitzungen <br> halb Kleve, Obergeldern <br> und Mörs