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Titel:
Bergische Sagen
Personen:
Schieferdecker, Carl Schillmann, Otto
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-8885983
<br> - 7 - <br> Gemahls. Nun aber ward es dem Burgherrn selbst unheimlich. <br> Er glaubte auch, der Schildknappe sei ein böser Geist und ließ <br> ihn gehen. <br> Doch bald tat es dem Herrn leid; denn einen so treuen <br> Knecht bekam er nie wieder. Der Schildknappe war kein böser <br> Geist, sondern einer von den guten Elfen. Für seine Dienste <br> hatte er von seinem -Herrn Geld zum Lohn erhalten. Dafür <br> kaufte er sich eine Schelle; die hing er an einer schönen Stelle des <br> Waldes auf. Wanderer, die das Glöcflein läuten hörten, fanden <br> den schönen Ort. Es gefiel ihnen hier so gut, daß sie in dem <br> freundlichen Tale Hütten aufbauten. So entstand nach und nach <br> eine Stadt. Weil die Stelle, an der der Schildknappe sein Glöck- <br> lein aufgehängt hatte, das Elfenfeld hieß, nannte man die neue <br> Stadt Elfenfeld oder Elbenfeld und später Elberfeld. <br> 6. Wie die Wupper entstand. <br> An einem schönen Sommertage wanderte ein Zwerg über <br> unsere Berge. Seine zarte £cmd führte als Stütze einen Stab. <br> Aus dem Antlitz leuchteten ein Paar freundliche, milde Augen. <br> Man sah's dem Männlein an, daß es nur ausgezogen war, um <br> den Menschen Wohltaten zu erweisen. <br> Doch wurde das Zwerglein selber von Hunger geplagt. Da <br> begegnete dem kleinen Wandersmann eine arme-Frau. An <br> ihrem Arm trug sie ein Körbchen mit duftenden Erdbeeren, die <br> sie in einem fernen Tal für ihre hungernden Kleinen gepflückt <br> hatte. Sie bemerkte die Not des Zwerges. Schnell trat sie heran <br> und reichte ihm die Früchte dar. Der Zwerg, hoch erfreut über <br> das gute Herz der Frau, aß die Erdbeeren. Daraus sprach er <br> zu seiner Wohltäterin: „Sprich eine Bitte aus, ich will sie dir <br> erfüllen." Die Frau besann sich eine Weile. Da ihr Verlangen <br> nicht aus Silber und Gold gerichtet war, sprach sie: ..Willst du <br> mir eine Gnade erweisen, so tue Gutes an meinen Kindern und <br> an diesem rauhen, unwirtlichen Lande." <br> Darauf befahl ihr das Zwerglein: „Grabe an dieser Stelle <br> nach. Es wird eine Quelle hervorsprudeln, die der ganzen Ge- <br> gend zum Segen gereichen soll. Gold und Silber wird sie her- <br> vorzaubern und besonders die Stelle beglücken, wo du die Erd- <br> beeren gepflückt hast." Der Zwerg verschwand. Die Frau tat <br> nach dem Befehl des Männleins. Alsbald quoll ein silberheller