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Title:
Geschichte des Mittelalters
Persons:
Welter, Theodor Bernhard
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11928710
<br> 170 <br> Mehrere kehrten sogleich zu Schiffe in ihre Heimath zurück. Das <br> übrige Heer führte des Kaisers Sohn, Herzog Friedrich, bis zur <br> Stadt Accon (auch (Ptolemais oder Acre genannt), wo er den <br> Orden der deutschen Ritter gründete, und belagerte sie. Hier <br> ereilte auch ihn der Tod. Eine unter dem Kreuzheere ausgc- <br> brochene Seuche raffte den hoffnungsvollen Jüngling dahin. <br> Nach ihm führte Leopold von Oesterreich die Deutschen an und <br> that Wunder der Tapferkeit. <br> Fortsetzung dieses Kreuzzuges. <br> 51. Philipp August und Richard Löwenherz. <br> Im Jahre 1190 traten auch der König von Frankreich, <br> Philipp August, und der König von England, Richard I., <br> dem seine Heldenkühnheit den Beinamen Löwen herz erworben <br> hat, gemeinschaftlich den Kreuzzug an. Sie beschlossen, statt des <br> mühsamen und gefährlichen Landweges durch Ungarn lieber zur <br> See die Reise zu unternehmen. Die italienischen Seestädte Ge¬ <br> nua, Pisa und Venedig übernahmen die Ucberfahrt und <br> Versorgung der Heere und wurden dadurch reiche und mächtige <br> Seestaaten. Bei der Rückkehr beluden sie gewöhnlich die leeren <br> Schiffe mit Erde aus dem gelobten Lande. Diese wurde in <br> der Heimath theuer verkauft und auf die Begrübnißplütze ge¬ <br> streut; denn seliger glaubte der fromme Christ unter dein heiligen <br> Sande zu schlummern; und wer nicht so glücklich war, Palästinas <br> heilige Erde selbst zu betreten, der fand doch darin seinen Trost, <br> daß sie nach dem Tode seine irdische Hülle bedecken werde. Auch <br> wurde wohl Wasser aus dem durch die Taufe Christi geheiligten <br> Jordan mitgebracht, mit welchem Neugeborene in der heiligen <br> Taufe eingesegnet, Sterbende besprengt wurden. <br> Die Engländer schifften sich in Marseille, die Franzosen . <br> in Genua ein. In Messina vereinigten sich die beiden Könige <br> wieder. Schon hier entzweite Eifersucht und Nationalhaß die <br> Könige und ihre Heere. Sie mußten darum einen ganzen Win-