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Title:
Grundlage beim Unterricht in der Erdbeschreibung
Persons:
Selten, Friedrich Christian
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11008434
<br> 3. Von den fünf Weltmeerestheilcri. <br> 27 <br> Drittes Lehrstück. <br> Von den fünf Weltmeereöthcilen. <br> §. 16. Meeresgrund, Meeresrand und Meeresspiegel. <br> Der Meeresgrund war von Anfang her uneben und ist <br> cs noch, die flachen Stellen lagen auf der nördlichen Erdhälfte <br> und liegen jetzt als trocknes Land in der Gestalt der 5 Erdtheile <br> da; die tiefen Stellen der Erdkugelfläche liegen, zusammenhan¬ <br> gend unter einander wie das Land, unter der Oberfläche des <br> wagerecht stehenden Wassers oder dem Meeres¬ <br> spiegel verborgen, und machen das Welt - oder Erdmeer aus. <br> Die Tiefe des Meeresgrundes erforschen die Seefahrer durch <br> das Senkblei, mit welchem man bis zu */4 deutschen Meile <br> hinab hat messen können. Wo der Grund noch tiefer ist, da <br> reichen die Meßwerkzeuge nicht aus, und deßhalb ist die Mee¬ <br> restiefe an vielen Stellen unergründlich. Die Nachfrage: wie <br> viel beträgt wohl die allergrößte Meerestiefe? kann also durch <br> Messung nicht beantwortet werden, sondern nur durch muth- <br> maßliche Abschätzung; daß man angegeben findet: etwa 1 deut¬ <br> sche Meile tief, beruhet auf dem ganz unrichtigen Schluffe, <br> daß den höchsten Bergen des Erdlandes (1 d. M. hoch) die <br> tiefsten Stellen des Erdmeeres doch wohl entsprechen müßten. <br> Erkennbarer sind die flachen Stellen, denn entweder ra¬ <br> gen sie als Inseln über die Wasserfläche wirklich hervor oder <br> sie erreichen wenigstens beinahe den Meeresspiegel und heißen <br> dann eine Untiefe oder auch Bank und zwar Sandbank, <br> Schlammbank, Korallenbank, Perlenbank, Au - <br> sterbank benannt, je nachdem der Boden einer solchen Un¬ <br> tiefe beschaffen ist. Bilden sie eine fortlaufende Klippenreihe, <br> so heißen sie ein R i ff, hingegen B arre oder Riegel, wenn <br> sie quer vor Mündungen oder Häfen liegen. Alle großen und <br> kleinen Inseln sind also vom Meeresgrunde aus dasselbe was <br> vom Erdlande aus die Gebirge und Hochebenen sind. In der <br> Länderbeschreibung werden die Inseln zwar gewöhnlich dem <br> Erdtheile, dessen Küste sie am nächsten liegen, zugerechnet <br> und mit dem benachbarten Küstenlande zugleich beschrieben, <br> in der (allgemeinen) Erdbeschreibung aber werden sie als ein <br> Zubehör des Meeres angesehen, und das von Natur und