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Title:
[1. Bd.]
Persons:
Edgeworth, Maria Schoppe, Amalie Schoppe, Amalia
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-12648703
<br> 24 <br> Z. Franz. <br> Es war einmal ein kleiner Knabe, welcher Franz hieß. <br> Er hatte einen Vater und eine Mutter, die ihm sehr gut <br> waren, und er liebte sie. Er mochte gern mit ihnen <br> sprechen, gar zu gern mit ihnen ausgehen, und gerne <br> bey ihnen seyn. Er mochte gern thun, was sie von ihm <br> verlangten und hütete sich, etwas zu thun, das sie ihm <br> verboten hatten. Wenn sein Vater oder seine Mutter zu <br> ihm sagten: ^,Franz, mach' die Thür zu," so lief er so¬ <br> gleich hin und machte sie zu. Wenn sie zu ihm sagten: <br> „Franz, laß das Messer liegen," so zog er sogleich seine <br> Hände von dem Messer zurück und ließ es liegen. Er war <br> ein gehorsamer kleiner Knabe. <br> Eines Abends, als sein Vater und seine Mutter Thee <br> tranken, saß er unter dem Theetische; er ergriff einen der <br> Tischfüße und versuchte, ihn an sich zu reißen; aber er <br> konnte ihn nicht bewegen. Er ergriff einen andern Tisch¬ <br> fuß und fand, daß er ihn auch nicht bewegen konnte; <br> aber zuletzt ergriff er einen, den er sehr leicht bewegen <br> konnte, denn dieser Fuß drehte sich auf einer Angel und <br> war nicht fest/ wie die übrigen Tischfüße. Als er diesen <br> Fuß an sich zog, sagte seine Mutter zu ihm: „Franz, <br> was machst Du da?" <br> „Mutter, ich spiele mit dem Tischfuße." <br> Mutter: Was meinst Du damit, daß Du sagst, <br> Du spielst mit dem Tischfuße? <br> Franz: Ich meine damit, daß ich ihn an mich <br> ziehe, liebe Mutter. <br> Mutter: Laß nach, mein Kind.