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Title:
Der neue Kinderfreund
Persons:
Rochow, Friedrich Eberhard von Türk, W. E. von
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11283997
<br> 11.9 <br> diger erhielt von ihm daS Geld, um es dem Herrn mit <br> der demüthigen Bitte -umstellen, ihm seine Betrügereien <br> um GotteS Willen zu vergeben. Der Herr nahm das <br> Geld, und ließ dem Kranken seine herzliche Verzeihung <br> versichern, der nun getröstet und ruhig starb. Nach sei¬ <br> nem Tode schenkte der rechtschaffene Herr dieses Geld den <br> Hinterbliebenen. So hatten die Ermahnungen des from¬ <br> men Predigers das Glück einer ganzen Familie gegründet. <br> Ein Sünder hatte einen sprechenden Beweis-seiner auf¬ <br> richtigen Besserung und ein sehr dutes Beispiel gegeben. <br> Der Herr hatte christliche Wohlthätigkeit bewiesen. Und <br> die durch des Sterbenden Wiedererstattung verarmte Fa¬ <br> milie genoß nun durch des Herrn Gnade mit Recht und <br> im Segen ein Gut, welches ihr sonst, auch wenn es <br> verschwiegen blieb, als ungerechtes Gut, doch nur Fluch <br> und Unsegen gebracht hatte; und sie wurde auch außer¬ <br> dem noch von dem rechtschaffenen, gutdenkenden Herrn <br> unterstützt. 2 Mose 22, 3*7. <br> 157. Der Herr kommt. <br> líans und Michel zankten eich bei der Arbeit, und <br> nachdem eie sich mit vielen Schimpfworten zum <br> Zorn gereizt bitten, wollten sie sich auch schlagen. <br> Aber, indem sie schon die Hände gegen einander <br> aufhoben, kam ihr Herr ihnen zu Gesichte, So¬ <br> gleich hatte der Zank ein Ende, und ein jeder ging <br> - still zu seinem Geschäfte. <br> So wie hier der blosse Gedanke: ,,was wird dein <br> „leiblicher Herr von deiner Handlung urtheilen?” <br> den Ausbrüchen einer der heftigsten Leidenschaften <br> augenblicklich Einhalt that; so vermag es gewiss <br> auch in allen Gelegenheiten zu Ausübung einer Sün¬ <br> de der Gedanke an den alles wissenden und allent¬ <br> halben gegenwärtigen Gott. <br> Gott vergessen ist die wahre Ursache der <br> Sünde. <br> Sagt also- niemals : die Verführung war mir zu <br> stark, die Versuchung zu unüberwindlich. — Der <br> Teufel verblendete, verleitete mich. — Bekennet <br> vielmehr: Ich dachte nicht an Gott ; ich glaubte nicht, <br> dass Gott denen, die ihn suchen, das ist, die aus