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Title:
Der neue Kinderfreund
Persons:
Rochow, Friedrich Eberhard von Türk, W. E. von
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11283086
<br> daß die Speisen, die wohl hätten können mit Dank, <br> sagung gegen Gott gegessen werden, oft verachtet wur- <br> den, und stehen blieben. Er kaufte sich Semmel oder <br> Kuchen und Kaffee, und verbrachte damit liederlich sei. <br> nen Lohn. Lange blieb er auch nicht bei einem Herrn; <br> sondern ward bald abgedankt, weil er allenthalben Ver¬ <br> druß anrichtete. Als einst eine Theurung kam, bettelte <br> Jacob aus Noth auch vor der Thür einer gewissen <br> Herrschaft, deren Essen er oft verachtet hatte, und er¬ <br> hielt mit Mühe ein Stück fchimmlichtes Brod. <br> „Ach Gott," sagte er, „das habe ich hier verdient: <br> „wie oft war mir damals sehr gutes Essen zu schlecht! <br> „wie oft habe ich das Essen verachtet! Nun muß ich <br> „darben." <br> Spiegle fiesem jeder an diesem Beispiel. <br> 51. Vom Nutzen der wahren Frömmigkeit und <br> von der Schädlichkeit des Lasters. <br> Ein fröhlich Herz, gesundes Blut, <br> Ist in der That ein großes Gut; <br> Uns hat es Gott gegeben. <br> Ach dankten wir <br> Doch Gott dafür <br> In unserm ganzen Leben. <br> Wer Gott gehorcht, der dankt ihm recht. <br> Geschenk und Gaben sind zu schlecht, <br> Weil Gott das He^ begehret. <br> Wann uns gefällt <br> Was Gott gefällt, <br> Dann wird Gott recht verehret. <br> Gott weiß am besten, was uns nützt; <br> Wer ihm gehorcht, der bleibt beschützt <br> Vor mancher Sorg' und Plage. <br> Wer Gott verlaßt, <br> * Dies glaubet fest! <br> Hat nie zufried'ne Tage. <br> Ein Laster führt zum andern hin; <br> Sich zu verbergen, muß er flieh'n <br> Von Vaterland und Hütte. <br> Die Obrigkeit