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Title:
Der neue Kinderfreund
Persons:
Rochow, Friedrich Eberhard von Türk, W. E. von
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11283191
<br> 39 <br> Ich bitte nicht um Ueberfluß <br> Und Schätze dieser Erden; <br> Du weißt, wie viel ich haben muß, <br> Und dieses wird mir werden. <br> Gieb nur, o Gott! mir den Verstand, <br> Daß ich dich, und den du gesandt. <br> Und mich selbst recht erkenne! <br> In dieser Absicht segne du, <br> O Gott! die guten Lehren, <br> Die wir in Sicherheit und Ruh', <br> Jetzt lernbegierig hören. <br> Mach uns geschickt zu jeder That, <br> Die uns dein Wort geboten hat, <br> Durch Jesum Christum. Amen. <br> 68. Die guten Brautleute. <br> Eine kranke Wittwe lag in einer elenden Hütte ganz <br> allein. Einst hatten die Leute im Dorfe eine Hochzeit, <br> zu welcher viel Essen gekocht wurde. Da sagte die <br> Braut zum Bräutigam: „Uns geht es, Gott Lob! so <br> „wohl; wir haben Ueberfluß — aber wie viele mögen <br> „Noth leiden! Laß uns an unserm Hochzeittage eine <br> „gute Handlung thun, und der armen kranken Frau <br> „dort ein wenig Essen schicken oder selbst bringen!" „Du <br> „hast Recht," sagte der Bräutigam, „ich liebe dich nun <br> „noch mehr als vorher, weil du so gut gesinnt bist." <br> Da nahmen sie jeder etwas von guten Speisen, und <br> trugen es selbst der armen Frau hin; und sorgten, daß <br> die Frau, die bisher ganz verlassen war, Arzenei und <br> Wartung erhielt. Die kranke Frau weinte vor Freuden <br> und ' segnete sie. Darauf gingen sie wieder nach dem <br> Hochzttthause, und rühmten sich nicht etwa ihrer That <br> vor den Gästen, aber sie waren außerordentlich vergnügt. <br> Sir. 14, 14. <br> 69. Brief e. <br> Eine Wittwe hatte eine einzige Töchter, Marie, die <br> sie sehr liebte. Doch konnte sie diese Tochter nicht stets <br> um sich haben, denn sie war arm; darum hatte sich die <br> Tochter in einem nahegelegenen Dorfe bei einer guten