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Title:
Der neue Kinderfreund
Persons:
Rochow, Friedrich Eberhard von Türk, W. E. von
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11283326
<br> 52 <br> essn» kann, ist dein Geschenk, bas habe ich von dir. <br> Erhalte mich ferner gesund, lieber Gott! <br> Kind. Ja, lieber Vater, das meinte ich damit, <br> ich weiß eS n,»r nicht so recht zu geben. <br> Vater. Darauf kommt es nun eben am wenigsten <br> an, mein Sohn, sondern darauf, ob inan es auch recht <br> meint? Ob nian auch glaubt, daß z. V. die Gesund¬ <br> heit und alles Gute von Gott komine, und daß mail <br> ih»n billig dafür danken müsse? — Nur eins fehlt noch <br> in deinem Gebet. <br> Kind. O sagt cs mir doch, lieber Vater! Ich <br> wollte gar zu gern beten können. <br> Vater. Das ist es: Du hast Gott in deinem Ge¬ <br> ldes nichts versprochen. Als du sagtest: Gesundheit <br> hättest du von Gott, wenn dir doch dabei eingefallen <br> wäre, wozu du dieses Geschenk, diese Gesundheit brau¬ <br> chen wolltest? Denn wer einem etwas schenkt, der will <br> doch auch wohl, daß n»an das Geschenk gut anwende. <br> Kind. Gewiß, das habe ich vergessen, lieber Va¬ <br> ter! Ich will also künftig so beten: Lieber Gott! ich <br> danke dir für deine vielen — vielen Wohlthaten, und <br> auch für meine Gesundheit. Gieb mir Verstand, daß <br> ich sie gut gebrauche! <br> Vater. So ist es recht. Nun sehe ich, daß du <br> beten kannst, und von nun an darfst du auch laut vor <br> dem Tisch beten. Besinne dich nur allemal eine Weile <br> vorher, ehe du betest, wofür du Gott danken, welchen <br> Fehler du ihm abbitten, was du ihm versprechen und <br> was du von ihn» bitten willst. Wenn du das nicht ver¬ <br> gissest, und was du im Gebete Gott versprichst, a»»ch <br> haltst, dann wirb Gott dein kindliches Gebet gewiß im- <br> rner gnädig annehme»»; und weil er so gern -wohlthut, <br> dir stets mehr Gelegenheit, ihm zu danken, verschaffen. <br> Ep. Joh. 3, 21. 22. <br> 81. Die Tugend ist eine lange Gewohnheit. <br> 86ilhelm hatte seine Kinder so gewohnt, daß sie stets <br> nützlich beschäftigt seyn wollten; aber nicht stets bei <br> einerlei Arbeit. <br> Erst war die Schule, nach der Schule allerlei ei¬ <br> gentliche Arbeit, die nach ihren Jahren eingerichtet war;