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Title:
Der neue Kinderfreund
Persons:
Rochow, Friedrich Eberhard von Türk, W. E. von
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11283450
<br> — er, — <br> Milch, Butter und Käse. Doch konnte sie wenig ver¬ <br> kaufen, und die Kunden, welche der verstorbenen Pachs <br> terinn alles reißend abgekauft hatten, verloren sich nach <br> und nach gänzlich. Was war davon die Ursach? Keine <br> andere, als daß Balthasars Frau äußerst unreinlich cin- <br> herging, auch eben dies an ihren Mägden und Kindern <br> litt, und wer in ihre Milchstube kam, der verlor voll¬ <br> ends jedes Verlangen nach ihren Waaren. <br> Unrcinlichkeit ist eine böse Gewohnheit. Denn sie <br> hat allemal Ungesundheit zur Folge, und sehr oft auch <br> Armuth. Spr. Sal. ZI, 25. 27. <br> 96. Der Abwendigmacher. <br> „Ä8arum bleibt ihr doch bei eurer Herrschaft?" so <br> sagte zu Fritzen ein neidischer Nachbar, den eS verdroß, <br> daß Fritz seinem Herrn so nützlich wurde, und ihn des¬ <br> halb gern abwendig machen wollte. — „Ich habe eS <br> „euch schon oft angeboten, zieht zu mir! Ich will euch <br> „mehr Lohn und alle Jahre noch ein gutes Kleidungs- <br> „stück geben." „Das geht nicht an!" antwortete Fritz; <br> „alles, was an mir Gutes ist, das habe ich, nächst <br> „Gott, meiner Herrschaft zu danken. Sie hat in meiner <br> „Jugend an meinen Unterricht viel gewendet. Es ist <br> „also billig, daß ich ihr auch wieder Nutzen bringe. So <br> „lange mich also meine jetzige Herrschaft behalten will, <br> „bleibe ich aus Dankbarkeit bei ihr." <br> Der Nachbar schämte sich, usid ging fort. <br> Was deines Nächsten ist, es sey Haus, Gut, Acker, <br> Dienstboten, oder alles, was sein ist, das sollst du <br> nicht begehren, an dich zu bringen wider seinen Willen. <br> 2 Mos. 20, 17. <br> 97. Der Eigensinnige. <br> cv* <br> ¿üon seinen Aeltern und in der Schule hatte KlauS eine <br> schlechte Erziehung erhalten. Man hatte ihn niemals <br> gewöhnt, andern Leuten etwas zu Gefallen zu thun <br> oder etwa zu denken: so wie du es gern sichest, wenn dir <br> deine Fehler vergeben werden, so verzieh auch andern <br> Leuten ihre Fehler; und so lange du nicht vollkommen <br> bist, so erzürne dich nicht so sehr über die Unvollkow- <br> E