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Title:
Sieben Bücher deutscher Dichtungen
Persons:
Knauth, Franz
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-13619931
<br> Biographische Notizen über die Dichter, <br> welche durch aufgenommene Gedichte in der Sammlung <br> vertreten sind. <br> Alkmar, Heinrich; s. S. 50. <br> Arndt, Lrnst Moritz, der bekannte deutsche Biedermann und Kämpfer für <br> die deutsche Sache, wurde am 26. Dezember 1769 zu Schoritz auf der Insel <br> Rügen geboren, woselbst sein Vater herrschaftlicher Güterverwalter war. Arndt <br> studierte in Greifswald, später in Jena und machte dann große Reisen durch <br> Schweden und fast ganz Europa, über die er verschiedene Schriften veröffentlichte. <br> 1806 ward er außerordentlicher Professor in Greifswald >md hielt Vorlesungen <br> über Geschichte, mußte aber seines Buches: „Geist der Zeit" wegen nach der <br> Schlacht bei Jena nach Stockholm fliehen, von wo er erst 18IO zurückkehrte. <br> Beim Herannahen des Krieges von 1812 ging er nach Rußland und war von <br> jetzt ab unablässig bemüht, durch Wort und Schrift den alten preußischen Pa¬ <br> triotismus neu zu entflammen -und Haß gegen die Franzosen zu predigen. Nach <br> den Kriegen hielt sich Arndt in der Rheingegend auf und erhielt 1818 eine <br> Professur an der Bonner Universität, wurde aber schon 1819 ron diesem Amte <br> als Leilnehi-ner demagogischer Umtriebe suspendiert und trotz der später erfolgten <br> Freisprechung erst nach dem Tode Friedrich Wilhelms III. wieder eingesetzt. Seit¬ <br> dem erfreute er sich eines ungestörten Wirkens tmd vielfacher Beweise ehrender <br> Anerkennung. Trotz seines' Alters nahm er lebhaften Anteil an den Ereignissen <br> des Jahres 1848 und war auch Mitglied der deutschen National-Versammlung <br> zu Frankfurt. — Die besten Gedichte dieses echt detttschen Patrioten fallen in <br> die Zeit der Befreiungskriege. <br> Arnim, Ludwig Achim v., geb. am 26. Januar 1781 zu Berlin, studierte <br> zu Göttingen Medizin, lebte dann als Privatmann zu Heidelberg, Frankfurt, <br> Berlin und endlich auf seinem Gute Wiepersdorf bei Brandenbilrg, uw er ane <br> 21. Januar 1831 starb. Bekannt ist sein großes Verdienst um das Volkslied, <br> mit dem er auf's innigste vertraut war. Die eignen Schöpfungen oft „farben¬ <br> reich und gewaltig," überall „Golderz darin, aber wenig Läuterung und gedie¬ <br> genes Metall." <br> Auersperg, Auton Alexander Graf v. (Auastasius Grüu), ist am <br> 11. April 1806 zu Laibach in Kram geboren und wurde im Theresianum in <br> Wien, später in einer Privatanstalt erzogen. Er studierte in Wien und Graz <br> die Rechte und Philosophie und übernahm im Jahre 1831 die Verwaltung der <br> ihm erblich zugefallenen Herrschaft Turn-am-Hart und Gürkfeld in Kram; sein <br> Vater war schon 1818 gestorben. Abwechselnd in Wien und auf seinen Gütern <br> lebend, vermählte er sich 1839 mit Maria Grüsin von Attems und nahm in <br> der Neuzeit an den Ereignissen des Jahres 1818 lebhaften Anteil. Er saß niil <br> im Fünfziger-Ausschuß in Frankfurt und war ailch Mitglied der deutschen <br> National-Versammlung, zog sich aber, während diese Versammlung noch tagte, <br> auf seine Güter zurück, lebte dann als K. K. Geheimer Rath zu Laibach und starb <br> am 12. September 1876. — Seine Gedichte erschienen anfangs zerstreut in