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Title:
[Teil 8]
Persons:
Supprian, Karl Gabriel, Heinrich
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-14606505
<br> 83 <br> kälter, zäher, härter gegen sich selbst; der starke Anteil, welchen jeder einzelne <br> an dem Schicksal des Staates nahm, machte gleichgültiger gegen die eigene <br> Not. Nach jeder Gefahr empfand man mit Behagen, daß man das Letzte, <br> das Leben, doch gerettet. Und man hoffte. <br> 41. Auf die Schlacht bei Katzbach. <br> (Friedrich Rückert.) <br> Nehmt ench in acht vor den Bächen, <br> die da von Tieren sprechen, <br> jetzt und hernach! <br> Dort bei Roßbach, dort bei Roßbach, <br> dort von euren Rossen <br> hat man euch einst geschossen, <br> ist das Blut geflossen <br> in rechtem Bach. <br> Nehmt euch in acht vor den Bächen, <br> die da von Tieren sprechen, <br> jetzt und hernach! <br> An der Katzbach, an der Katzbach, <br> da haben wir den Katzen <br> abgehau'n die Tatzen, <br> daß sie nicht mehr kratzen; <br> kein Hieb ging flach! <br> 42. Der Trompeter an der Katzbach. <br> (August Kopisch.) <br> Bon Wunden ganz bedecket, <br> der Trompeter sterbend ruht, <br> an der Katzbach hingestrecket, <br> der Brust entströmt das Blut. <br> Brennt auch die Todeswnnde, <br> doch sterben kann er nicht, <br> bis neue Siegesknnde <br> zu seinen Ohren bricht. <br> Und wie er schmerzlich ringet <br> in Todesängsten bang, <br> zu ihm herüber dringet <br> ein wohlbekannter Klang. <br> Das hebt ihn von der Erde. <br> Er streckt sich starr und wild — <br> dort sitzt er auf dem Pferde <br> als wie ein steinern Bild. <br> Und die Trompete schmettert, <br> fest hält sie seine Hand, <br> und wie ein Donner wettert <br> Viktoria in das Land. <br> Viktoria — so klang es, <br> Viktoria — überall, <br> Viktoria — so drang es <br> hervor mit Donnerschall. <br> 6 *