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Title:
[Teil 2 = 6. Schulj., [Schülerbd.]]
Persons:
Erb, G. Lorch, Hermann Wolf, Joh.
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-14119677
<br> Naturlehre <br> Druck und ZpQnnkrLst der Luft. <br> Unsere Erde ist von einer hohen Luftschicht umgeben, die man <br> Zum Unterschied von andern Lustarten atmosphärische Luft nennt. <br> Die Luft ein Körper. Versuche: Ein mit der Öffnung <br> senkrecht nach unten ins Wasser getauchtes Glas füllt sich nur wenig <br> mit Wasser. Die Luft im Glas, die nicht entweichen kann, verhindert <br> das Aufsteigen des Wassers. Die in eine Schweinsblase gefüllte Luft <br> läßt sich durch keine Gewalt völlig zusammenpressen. Hier wie im <br> Glase nimmt die Luft einen Raum ein. <br> Auf dem Widerstand der Luft gegen eindringendes Wasser beruht die Ein¬ <br> richtung der Taucherglocke. Sie ist ein großer metallener Kasten, der mit <br> der offenen Seite nach unten ins Wasser gelassen wird. Der Taucher sitzt in <br> diesem Kasten völlig im Trocknen und vermag bis' 3/4 Stunden auf dem Boden <br> des von ihm zu untersuchenden Gewässers zu verweilen, wenn ihm von oben <br> frische Luft zugepumpt wird. Die Taucherglocke wird bei Wasserbauten ver¬ <br> wendet. <br> Eine luftleere Literflasche wiegt 1,3 g weniger, als wenn sie <br> mit Luft gefüllt ist. 1 1 Lust wiegt also 1,3 g. Da 1 1 Wasser <br> 1 kg wiegt, so ist sie 770 mal so leicht als das Wasser. 1 cbm wiegt <br> 1,3 kg und die Luft in einem Schulsaal schon einige Ztr. <br> Gesetz: Die Luft nimmt einen Raum ein und besitzt <br> Schwere; sie ist also ein Körper. <br> Von allen Körpern haben die luftförmigen die geringste Zusammenhangs-- <br> kraft. So verteilt sich z. B. ein Liter gewöhnliche Luft auf alle Teile eines <br> viel größeren, luftleeren Raumes und wenn die Erde die Atmosphäre nicht <br> anzöge, würde sich dieselbe im Weltall verlieren. Ein wenig Leuchtgas breitet <br> sich im ganzen Zimmer ans. <br> Druck der Luft. Da die Luft Schwere hat, so drückt sie aus <br> ihre Unterlage. Und da die Luftschichte sehr hoch ist, so müssen die <br> unteren Luftteile einem viel stärkeren Druck ausgesetzt sein als die <br> oberen. Darum ist die Luft in der Tiefe dicht und schwer, ans hohen <br> Bergen dünn und leicht. Aus ein qcm drückt die Luft mit einem <br> Gewichte von 1 kg. Auf dem Körper eines Erwachsenen, der eine <br> Oberfläche von etwa 1,5 qm hat, ruht eine Lnftlast von 300 Ztr. <br> Wir brauchen dies ungeheure Gewicht nicht zu tragen, weil die Luft <br> nicht einseitig von außen wirkt, sondern die Luft in unserm Körper <br> gerade so stark drückt als die äußere. Daß unser Körper Luft <br> enthält, merkt der Luftschiffer. In bedeutender Höhe wird ihm <br> aus Augen und Nase Blut ausgetrieben und zwar durch die <br> innere Luft, die stärker als die dünne, äußere drückt. Die Ge--