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Title:
Deutsche und brandenburgisch-preußische Geschichte für die Kinder der Volksschule
Persons:
Wolf, A. Stöber, H.
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-8168407
<br> Patriotische Gedichte. <br> 61 <br> patriotische Gedichte. <br> Die Zollernburg. <br> (Von K. Graf Stillfried-Aleantara.) <br> Die Zollernburg in Schwaben <br> Von alters ruhmbekannt, <br> Vor jeder Burg erhaben <br> Im deutscheu Vaterland. — <br> Sie grüßt aus blauer Ferne, <br> Sie hält die Wacht am Rhein, <br> Sie blickt gleich einem Sterne <br> Ins Elsaß tief hinein. <br> Ein Adler auf der Klippe, <br> Umtost vom wilden Sturm, <br> Thront auf der Felsenrippe <br> Ihr starker Kaisertum. <br> Es wuchs aus ihren Mauern <br> Der Stamm des alten Fritz, <br> Er soll gleich ihnen dauern <br> Auf Deutschlands Kaiserfitz. <br> Ein Hoch auf Wilhelms Siege, <br> Ein Hoch dem deutschen Heer - <br> Und auch der Heldenwiege <br> Vom Felsen bis zum Meer. <br> Der 19. Juli 1870. <br> (Georg Hesekiel.) <br> Zn Charlottenburg im Garten, <br> In den düstern Fichtenhain, <br> Tritt, gesenkt das Haupt, das greise, <br> Unser teurer König ein. <br> Und er steht in der Kapelle, <br> Seine Seele ist voll Schmerz, <br> Drin, zu seiner Eltern Füßen, <br> Liegt des frommen Bruders Herz. <br> An des Vaters Sarkophage <br> Lehnet König Wilhelm mild, <br> Und fein feuchtes Auge ruhet <br> Auf der Mutter Marmorbild. <br> „Heute war's vor sechzig Jahren," <br> Seife feine Lippe spricht, <br> „Als ich sah zum letzten Male <br> Meiner Mutter Angesicht. <br> Heute war's vor sechzig Jahren, <br> Als ihr deutsches Herze brach, <br> Um den Hohn des bösen Feindes. <br> Um des Vaterlandes Schmach. <br> Jene Schmach hast du gerochen <br> Längst, mein tapfrer Vater du, <br> Aber Frankreich wirft aufs neue <br> Heute uns den Handschuh zu! <br> Wieder fitzt ein Bonaparte <br> Ränkevoll auf Frankreichs Thron, <br> Und zum Kampfe zwingt uns heute <br> Wieder ein Napoleon. <br> ; Tret' ich denn zum neuen Kampfe <br> Wider alte Feinde ein, <br> Dann foll's mit dem alten Zeichen, <br> Mit dem Kreuz von Eisen fein. <br> Der Erlösung heil'ge Zeichen <br> Leuchten vor im heil'gen Krieg, <br> Und der alte Gott im Himmel <br> Schenkt dem alten König Sieg! <br> ; Blicke segnend, Mutterauge! <br> Vater, steh! dein Sohn ist hier, <br> Und auch du, verklärter Bruder, <br> Heute ist dein Herz bei mir!" <br> Seife weht es durch die Halle — <br> König Wilhelm hebt die Hand, <br> All' die goldnen Sprüche funkeln <br> Siegverheißend von der Wand. <br> Zu Charlottenburg im Garten, <br> Aus dem düstern Fichtenhain <br> Tritt der König hoch und mächtig, <br> Um fein Antlitz Sonnenschein!