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Title:
Grundlage beim Unterricht in der Erdbeschreibung
Persons:
Selten, Friedrich Christian
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11011093
<br> Australien. <br> 293 <br> errichteten Denkmahle des berühmten Seefahrers Lapey- <br> rouse, der dort 1788 im Schiffbruch mit seiner Mannschaft <br> untergegangen ist. Von Neu - Caledonien aus am nächsten: <br> Tanna, wo das evangelische Christenthum den Götzendienst <br> ganz verdränget hat, und Erro manga, wo der brittische <br> Missionar Williams im Sommer 1839 bei dem Versuch ei¬ <br> ner Landung erschlagen worden. <br> 7. Die Tonga- oderFreundschafts-Inseln, 18 — 23" <br> SBr. 201 —204" OL., ebenfalls sehr bevölkert (angeblich <br> 200,000 E.) und angebauet, haben ihren Namen von der <br> Gutmüthigkeit ihrer Bewohner gegen europäische Seefahrer <br> und machen seit 1834 große Fortschritte im Christenthum. <br> 8. Die Samoa-(mit einheimischen Namen, auch Navi¬ <br> gator- oder Seefahrer-) oder Schiffer-Inseln, in NO. <br> der freundschaftlichen, 205 — 208" OL. 13 —14° SBr.; <br> die zahlreichen Einwohner (angeblich 160,000), zeichnen sich <br> durch ihre Fertigkeit in Schifffahrt und Schiffbau, auch allen¬ <br> falls durch ihre Abneigung gegen den Verkehr mit euro¬ <br> päischen Matrosen aus. Seit 1836 fand das Christenthum <br> unter ihnen Eingang und hat seitdem den Götzendienst so <br> in.Abnahme gebracht, daß es hier wie auf den Sandwichs¬ <br> und Gesellschafts-Inseln schon die herrschende Religion <br> geworden ist. <br> 9. Die Gesellschafts - (S o c i e t ä t s -) I n se l n, darunter <br> Tahiti oder Ot ah eite (20sIM. kaum noch 20,000E.) <br> die größte und seit 50 Jahren als das Paradies von Austra¬ <br> lien angesehen. Sämmtliche Inseln haben ein schönes Klima, <br> ñnen immerwährenden Frühling, fruchtbaren Boden, Reich¬ <br> thum an einheimischen Produkten, darunter das otahei- ' <br> tische Zuckerrohr weit nutzbarer als das westindische, <br> und den Brotfruchtbaum; europäische Hausthiere, her¬ <br> gebracht durch die Engländer, welche die Oberherrschaft über <br> den einheimischen Fürsten bisher ausgeübet, auch das <br> Christenthum unter den Einwohnern eingeführt haben, de¬ <br> ren Anzahl (jetzt 100,000 Qr.) seit dem Verkehr mit den Ett- !i <br> ropäern sich um mehr als die Hälfte vermindert hat. Am {'■ J <br> 4. Nov. 1843 haben französische Kriegsschiffe diese Inseln j <br> mit Gewalt in Besitz genommen. — Höchster Berggipfel <br> auf Otaheite 9000 Fuß; Lage der 14 Haupt-Inseln 222 <br> — 229° OL. 16 —18° SBr. <br> 10. ,Jn dem benachbarten Inselnmcer sind zahllose Gruppen <br> und Eilande enthalten, darunter die, am 1. Mai 1842