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Title:
Der neue Kinderfreund
Persons:
Rochow, Friedrich Eberhard von Türk, W. E. von
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11283342
<br> 54 <br> Vate». Dann wollen wie unsere Nachbarn bitten, <br> daß sie uns erlauben, ihnen auch auf diese Art nützlich <br> zu werden. <br> Sohn. Ja, Vater, das wollen wir thun. Ich <br> will auch gern nichts dafür haben, wenn ich mich nur <br> ferner nützlich beschäftigen darf. <br> hatte in der Jugend gelernt, mancherlei Acker- <br> gerathe zu machen, und wenn in langen Winterabenden <br> die andern jungen Leute mit Schlafen, Müßiggang und <br> Thorheiten die Zeit verdarben, so saß Martin und schnitzte <br> allerhand nützliche Sachen. Auch hatte alles ein Ge¬ <br> schicke, was er verfertigte, und man konnte sehr gut da¬ <br> mit handthiercn. Als er nun groß wurde, da ward er <br> bald Meier oder Hofmeister, denn er konnte auch gut <br> säen; er bekam mehr Lohn, und hatte noch sonst mehr <br> Vortheile zu genießen, als andere Knechte., <br> Wer geschickt ist, den halt man werth. Sir. 10, 28. <br> Mutter nichts Gutes gesehen. Die Mutter war zank¬ <br> süchtig und liederlich; der Vater oft betrunken, und trieb <br> einen ordentlichen Handel mit gestohlenen und andern <br> unerlaubten Waaren, dabei born seine arglistigen An¬ <br> stalten (davon seine Kinder oft Zeugen waren) es mach¬ <br> ten, daß er niemals/ertappt wurde. Sein drittes Wort <br> war fast ein Fluch oder Schwur, und eine ganze Reihe <br> von bösen Sprichwörtern, die nach seinem Sinn waren, <br> führte er stets im Munde, als: <br> Umsonst ist der Tod. <br> Nur die dummen Diebe werden gehangen. <br> Nun mochte der Lehrer und Prediger diesen Kindern <br> noch so gute Lehren geben, das Beispiel ihrer Aeltern, <br> welches sie täglich hörten und sahen, wirkte viel mehr, <br> und sie wurden schädliche Menschen.— Klaus und seine <br> Frau h-tten also ihren Kindern ein Aergerniß gegeben. <br> Wehe dem Menschen durch welchen Aergerniß kommt! <br> 82. Der Geschickte. <br> 83. Aergerniß. <br> Kinder hatten von ihrem Vater und ihrer <br> Matth. 18, 7..