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Title:
Das Leben in Stadt und Land, in Feld und Wald
Persons:
Bormann, Carl Bormann, Karl
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-13518867
<br> 93 <br> Taf. XV. Der Markt. <br> heutigen Geburtstage zu schenken beabsichtigt. Die an dem <br> Boden mitten unter ihren Blumen sitzende Verkäuferin ver¬ <br> sichert ihr, daß die in dem Blumentopf stehende Pflanze <br> bald zum Blühen kommen und dann sehr schön sein <br> werde. Unter diesen Umständen wird der Handel wohl zu <br> beiderseitiger Zufriedenheit zustande kommen. <br> Hier links von dem Beschauer des Bildes sitzt mitten <br> unter allerlei Töpfergeschirr eine Frau, die gleichfalls <br> ihre Ware feil bietet. Auch ist sie im Begriff, mit dm <br> Käuferin einen Handel abzuschließen. Eine Dame hat <br> unter dem mancherlei Geschirr einen Deckeltopf ge¬ <br> funden, der ihren Wünschen entspricht. Sie ist im Begriff, <br> den Preis dafür zu Zahlen, aber sie macht den Versuch, <br> von der geforderten Summe etwas abzudingen. Die <br> Verkäuferin will sich jedoch diesen Abzug nicht gefallen <br> lassen, und so wird sich die Dame wohl entschließen müssen, <br> das Geforderte zu zahlen. <br> Hinter dieser Händlerin mit irdenem Geschirr hat eine <br> Fischhändlerin mit ihrem großen Fischbottich sich <br> aufgestellt. Eine Hausfrau, die gemeinschaftlich mit <br> ihrer Köchin Zum Einkauf auf den Markt gegangen ist, <br> bewundert den schönen Karpfen, welchen die Fischfrau mit <br> dem Köscher aus dem Fisch fasse genommen hat, und jetzt <br> in der Hand hält. Sie fordert aber gewiß einen sehr <br> hohen Preis dafür, denn die Frau, welche neben dem Fisch¬ <br> fasse steht, und den Fisch kaufen wollte, ist ganz erstaunt, <br> und zögert, das Geforderte zu zahlen; sie wird der Fisch¬ <br> händlerin einige Groschen weniger für den Fisch bieten, <br> als diese gefordert hat, und wird auch für diesen gerin¬ <br> geren Preis den Fisch erhalten. Denn wenn die Fischfrau <br> heute an dem sehr warmen Tag, wo sie sich gegen die <br> Strahlen der Sonne durch einen großen Strohhut geschützt <br> hat, die Fische nicht bald verkauft, so niuß sie besorgen, <br> daß sie sterben, noch ehe sie wieder in den Fischkasten, in <br> dem sie aufbewahrt werden, zurückkommen.