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Title:
(Sechstes und siebentes Schuljahr)
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-15398406
<br> 121 <br> 5. Hütet wohl der dreien, <br> Leider allzufreien. <br> Zungen, Augen, Ohren sind <br> Zuchtlos oft, für Ehre blind. <br> Zuchtlos oft, für Ehre blind <br> Zungen, Augen, Ohren sind: <br> Leider allzufreien, <br> Hütet wohl der dreien. <br> 100. Rätsel. <br> 1. Unter allen Schlangen ist eine, <br> Auf Erden nicht gezeugt, <br> Mit der an Schnelle keine, <br> An Wut sich keine vergleicht. <br> 2. Sie stürzt mit furchtbarer Stimme <br> Auf ihren Raub sich los, <br> Vertilgt in einem Grimme <br> Den Reiter und sein Roß. <br> 1. <br> 3. Sie liebt die höchsten Spitzen: <br> Nicht Schloß, nicht Riegel kann <br> Vor ihrem Anfall schützen; <br> Der Harnisch — lockt sie an. <br> 4. Sie bricht wie dünne Halmen <br> Den stärksten Baum entzwei; <br> Sie kann das Erz zermalmen, <br> Wie dicht und fest es sei. <br> 5. Und dieses Ungeheuer <br> Hat zweimal nie gedroht — <br> Es stirbt im eignen Feuer; <br> Wie's tötet, ist es tot. <br> Friedrich von Schiller. <br> 2. <br> 1. Von Perlen baut sich eine Brücke <br> Hoch über einen grauen See, <br> Sie baut sich auf im Augenblicke, <br> Und schwindelnd steigt sie in die Höh'. <br> 2. Der höchsten Schiffe höchste Masten <br> Zieh’n unter ihrem Bogen hin; <br> Sie selber trug noch keine Lasten <br> Und scheint, sobald du ihr nahst, zu flieh’n. <br> 3. Sie wird erst mit dem Strom und schwindet, <br> Sobald des Wassers Flut versiegt. <br> So sprich, wo sich die Brücke findet, <br> Und wer sie künstlich hat gefügt? <br> Friedrich von Schiller.