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Title:
Erstes Lesebuch
Persons:
Flügge, Heinrich Friedrich
PURL:
https://gei-digital.gei.de:443/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-19705824
<br> Tag Bedenkzeit,“ antwortete der Weise, „so will ich dirs <br> sagen.“ Als der Tag um war und der König die Ant— <br> woͤrt begehrte, sagte der Weise: „Gib mir zwei Tage <br> Bedenkzeit, so will ich dirs sagen.“ Als die zwei Tage <br> auch um waren und der König die Antwort begehrte, sagte <br> der Weise: „Gib mir vier Tage Bedenkzeit, so will ich <br> dirs sagen.“ Und so fuhr er fort und gab keine Antwort, <br> sondern verlangte immer doppelt so viel Bedenkzeit, als er <br> das letzte Mal sich ausgebeten hatte. Als der König end⸗ <br> lich ungeduldig ward und ihn fragte, was dies Ausschieben <br> bedeute, sagte der Weltweise: „Je mehr ich der Sache <br> nachdenke, desto weniger verstehe ich davon.⸗ <br> Ein Christenkind weiß in einem kurzen Sprüchlein <br> auf des Königs Frage eine Antwort zu geben, auf die der <br> arme Heide nimmer gekommen wäre, wenn er sich auch <br> noch hundert Jahre haͤtte besinnen dürfen. Das Sprüchlein <br> heißt: Gott ist die Liebe. <br> 39. Winters Abschied. <br> 1. Winter, ade! Kannst immer ferne sein. <br> Scheiden thut weh; Winter, ade! <br> Wer dein Scheiden macht, Scheiden thut weh. <br> in 423 3. Winter, ade! <br> Scheiden thut weh. Scheiden thut weh <br> Gehst du nicht bald nach Haus, <br> 2. Winter, ade! Lacht dich der Kuckuk aus. <br> Scheiden thut weh. Winter, ade! <br> Gerne vergeß ich dein, Scheiden thut weh <br> 40. Verlangen nach dem Frühlinge. <br> 1. Komm, lieber Mai, und Ach, lieber Mai, wie gerne <br> am r Eiumal spazieren gehu! <br> ie Bäume wieder grün <br> Und laß mir an vache 3. Ach, v doch erst ge⸗ <br> Die leinen Vellchen bluhn. Und grluet le wurt <br> 2. Wie möcht ich doch so gerne Komm, lieber Mai, wir Kinder <br> Ein Veilchen wieder sehn; Wir bitten gar zu sehr.