×

You are using an outdated browser that does not fully support the intranda viewer.
As a result, some pages may not be displayed correctly.

We recommend you use one of the following browsers:

Title:
[Theil 6]
Persons:
Lüben, August Nacke, Carl
PURL:
https://gei-digital.gei.de:443/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-14051608
<br> 41 <br> 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, <br> Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; <br> In wie viel Noth <br> Hat nicht der gnädige Gott <br> Ueber dir Flügel gebreitet! <br> 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, <br> Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; <br> Denke daran, <br> Was der Allmächtige kann, <br> Der dir mit Liebe begegnet! <br> 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen, <br> Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! <br> Er ist dein Licht: <br> Seele, vergiß es sa nicht! <br> Lobende, schließe mit Amen! <br> Christoph von Grimmelshausen, <br> spätestens 1625 geboren zu Gelnhausen in Kurhessen, wurde Soldat, erwarb <br> sich nachträglich noch gelehrte Kenntnisse, starb 1676 als beschöflich Straß- <br> burgischer Schultheiß iu Renchen (in Baden). — Romane: Simplicissimus, <br> Springinsfeld, Trutzsimplex u. a. — Schall der Nacht. V. Thl. Nr. 129. <br> Albrecht von Haller, <br> geb. den 16. Oktober 1708 zu Bern, studirte vom 15. bis 18. Jahre in <br> Tübingen und Leyden Medicin, bereiste dann England und Frankreich, trieb <br> in Basel fleißig Botanik und Mathematik, ward 1736 Professor der Medicin, <br> Anatomie und Botanik zu Göttingen, 1749 geadelt, kehrte 1753 nach Bern <br> zurück, verwaltete hier hohe Staatsämter, starb den 12. Dezember 1777. — <br> Lyrische, beschreibende, didaktische Gedichte; politische Romane; gelehrte Werke <br> in lateinischer Sprache. — „Die Alpen", größeres Gedicht, das zuerst <br> Hallers Ruhm begründete. <br> 21. Morgengedanken. <br> (1725.) <br> 1. Der Mond verbirget sich, der Nebel grauer Schleier <br> Deckt Luft und Erde nicht mehr zu; <br> Der Sterne Glanz erblaßt, der Sonne reges Feuer <br> Stört alle Wesen aus der Ruh. <br> 2. Der Himmel färbet sich mit Purpur und Saphiren, <br> Die frühe Morgenröthe lacht, <br> Und vor der Rosen Glanz, die ihre Stirne zieren, <br> Entflieht das bleiche Heer der Nacht. <br> 3. Durch's rothe Morgenthor der heitern Sternenbühne, <br> Naht das verklärte Licht der Welt, <br> Die falben Wolken glühn von blitzendem Rubine, <br> Und brennend Gold bedeckt das Feld.