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Geschichte für die Mittelschulen der Stadt Frankfurt am Main

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN637362446
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7354992
Titel:
Geschichte für die Mittelschulen der Stadt Frankfurt am Main
Signatur:
HDR-II 9(2,06)
Autor*in:
Froning, Richard
Wewer, Johannes
Erscheinungsort:
Frankfurt a.M.
Verlag:
Neumann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1906
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. C, 1: für konfessionell gemischte Schulen, 2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
mit sieben Geschichtskarten

Kapitel

Titel:
Zweiter Abschnitt. Von der Zeit der alten Deutschen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648)
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte für die Mittelschulen der Stadt Frankfurt am Main
  • Einband
  • Griechenland
  • Italien
  • Titelseite
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Erster Abschnitt. Alte Geschichte
  • A. Griechische Geschichte
  • B. Römische Geschichte
  • Zweiter Abschnitt. Von der Zeit der alten Deutschen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648)
  • Das römische Reich
  • IV. Chlodwig der Merowinger (481-511) und die Gründung des Frankenreiches
  • Das Reich Karls des Grossen
  • X. Die Kreuzzüge. 1096-1291
  • XXII. Die Reformation
  • Dritter Abschnitt. Vom Westfälischen Frieden bis zur Gegenwart
  • II. Ludwig XIV.
  • XII. Die französische Revolution
  • Europa 1812
  • XVII. Der Deutsche Bund und das deutsche Volk
  • Anhang
  • I. Die wichtigsten Jahreszahlen
  • II. Vaterländische Gedenktage
  • III. Preußens Könige und ihre Wahlsprüche
  • Werbung
  • Entwicklung Brandenburg-Preussens von 1415-1806
  • Entwicklung Preussens vom Tilsiter Frieden bis zur Gegenwart
  • Einband

Volltext

— 108 — 
3. Heinrich der Löwe. Auf diesem ersten Romzuge begleitete 
ihn auch der Sachsen herzog Heinrich der Löwe, sein Vetter 
und Freund. Er hatte den Kaiser bei einem Aufstande in Rom 
herausgehauen. Friedrich gab ihm bald nach der Heimkehr Bayern 
zurück; der bisherige Herzog von Bayern erhielt die Mark Ost er- 
reich, die von Bayern als selbständiges Herzogtum losgelöst wurde. 
Der Welse verfügte jetzt über eine gewaltige Macht, und das 
Streben des ehrgeizigen Mannes war darauf gerichtet, diese noch zu 
vermehren, besonders im Wendenlande. Sein Großvater Lothar 
hatte das Werk Ottos des Großen wieder ausgenommen, und 
unter ihm hatte Alb recht der Bär in der neugegründeten Mark 
Brandenburg mit großem Erfolge für das Deutschtum gewirkt. Dieses 
Werk setzte Heinrich fort. Nach Mecklenburg und Pommern schob 
er feine Grenzen vor; die Besiedelnng der eroberten Länder betrieb er 
im Großen, und Lübeck wurde durch ihn zuerst eine bedeutende 
Handelsstadt. Doch benahm sich der stolze Herzog bei seiner Tätigkeit 
gegen Untergebene hart, gegen seine Nachbarn ließ er sich 
sogar viele Gewalttätigkeiten (Landfriedensbrüche) zu schulden 
kommen. Nicht mehr herzoglich, nein, königlich war seine Macht, und 
als Zeichen dieser Machtfülle ließ er vor der Pfalz in Braunschweig einen 
ehernen Löwen errichten, der noch jetzt steht. Gegen seinen Lehnsherrn 
zeigte er sich eine Reihe von Jahren hindurch treu und zuverlässig; 
doch trat schließlich eine Entfremdung ein, an der das Selbstgefühl 
Heinrichs die Schuld trug. # 
4. Die Unterwerfung der lombardischen Städte; die Zerstörung 
Mailands. Durch den Aufschwung des Handels waren die Städte in 
Oberitalien zu großem Reichtum gelangt. Sie hatten sich zu selb- 
ständigen Staaten entwickelt und wollten keine Oberhoheit mehr 
über sich dulden. Rechte des Kaisers, der auch als Inhaber der Eisernen 
Krone über sie gebot, erkannten sie nicht mehr an. Aber Friedrich sah 
es als seine Pflicht an, die dem Herrscher zustehenden Rechte 
von ihnen auf jeden Fall zu erlangen. Durch Rechtsgelehrte von Bologna 
wurden sie festgestellt. Friedrich beanspruchte vor allem die Regierung 
durch seine Be amten, sowie die Zölle und hohe Steuern. Sechsmal 
ist er nach Italien gezogen, um diese Ansprüche durchzusetzen. 
Schon aus seinem ersten Zuge waren ihm bittere Klagen zugegangen 
über Gewalttaten, die das übermütige Mailand sich gegen kleinere 
Nachbarstädte herausnahm; aber seine Heeresmacht, nur 1800 Ritter, 
war nicht stark genug, die stolze Feste zu demütigen. Auf dem zweiten 
Zuge aber wurde die stark befestigte Stadt, die ihm erst gehuldigt, 
dann aber den Gehorsam verweigert hatte, eingeschlossen und nach 
längerer Belagerung zur Übergabe gezwungen. Demütig erschien die 
Bürgerschaft vor dem Kaiser uud flehte um Gnade. Aber Friedrich 
ließ keine Milde walten. Die Städte, welche früher von Mailand
	        

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Froning, Richard, and Johannes Wewer. Geschichte Für Die Mittelschulen Der Stadt Frankfurt Am Main. Frankfurt a.M.: Neumann, 1906. Print.
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