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Abriß der Geschichte der neueren Zeit (Teil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN621452025
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4604152
Titel:
Abriß der allgemeinen Geschichte
Autor*in:
Assmann, Wilhelm
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
in zusammenhängender Darstellung auf geographischer Grundlage ; ein Leitfaden für höhere Lehranstalten

Band

Persistenter Identifier:
PPN621473472
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4651746
Titel:
Abriß der Geschichte der neueren Zeit
Signatur:
HEG-II 54(9,1879)-3
Autor*in:
Meyer, Ernst
Assmann, Wilhelm
Bandzählung:
Teil 3
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1879
Ausgabenbezeichnung:
9., umgearb. Aufl. / von Ernst Meyer [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
in zusammenhängender Darstellung auf geographischer Grundlage ; ein Leitfaden für Gymnasien und Realschulen

Kapitel

Titel:
Dritte Periode. Geschichte der neuesten Zeit
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
II. Die Ausbreitung der Freiheitsbestrebungen in Europa und Amerika, 1815 bis 1870
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Abriß der allgemeinen Geschichte
  • Abriß der Geschichte der neueren Zeit (Teil 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsübersicht
  • Geschichte der neueren Zeit
  • Erste Periode. Von der Entdeckung Amerikas bis zum westphälischen Frieden, 1492 bis 1648
  • Zweite Periode. Vom westphälischen Frieden bis zur französischen Revolution, 1648 bis 1789
  • Erste Hälfte
  • Zweite Hälfte
  • Dritte Periode. Geschichte der neuesten Zeit
  • Tabellen zur Geschichte Deutschlands
  • Tabellen zur Geschichte der außerdeutschen Staaten
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Deutschlands Aufschwung und nationale Einigung. 183 
Dennoch beharrte der am 14. Jan. 1865 eröffnete preu ßische Land- 1865 
tag in seiner früheren Haltung, und am 17. Juni wurde der Landtag unter Jan. 
den ungnädigsten Aeußerungen geschlossen. 
Inzwischen war das Erbrecht des Herzogs' Friedrich YIIL von 
Augustenburg auf Schleswig-Holstein nach und nach fast allseitig anerkannt. 
Dabei war allerdings die öffentliche Meinung in Schleswig-Holstein seit den 
Wiener Friedensschlüssen fortwährend geneigt, auf einen „engeren Anschluß an 
Preußen" im Gesammt-Jnteresse Deutschlands einzugehen, nur sollten dessen 
Bedingungen von den Ständen des Landes festgestellt werden. Preußen 
zeigte sich jedoch entschlossen, die Constituirung des neuen Staats zu verhin- 
dern, bis es seine höher gehenden „berechtigten Ansprüche" auf die Militär- 
kräfte der Herzogtümer zu See und Land — gesichert wisse, wobei der Ge- 
danke an Annexion immer deutlicher durchblickte. 
Schon damals sprach Herr von Bismarck es in diplomatischen Kreisen 
unverhohlen aus, „daß Preußen in Güte oder mit Gewalt die Suprematie 
in Deutschland erlangen wolle und werde; ein Krieg mit Oesterreich sei eben 
so erwünscht als wahrscheinlich." Dennoch brachten nach den Friedenswün- 
schen der Monarchen Graf Blume und Bismarck die Gast einer Eon- 
vention zu Stande (14. Aug. 1865). Bismarck wurde für diese zeitweilige 14. Aug. 
Versöhnung in den Grafenstand erhoben; doch waren die Keime zu einem 
neuen Zwiespalt zwischen Oesterreich, und Preußen gelegt. Denn die Con¬ 
vention theilie „die durch den Wiener Frieden erworbenen gemeinsamen Rechte 
unbeschadet der Fortdauer dieser Rechte" in der Art, daß dieselben in Bezug 
auf Holstein an Oesterreich, in Bezug auf Schleswig an Preußen „über- 
gehen" sollten. Die Rechte auf Lauenburg wurden sofort Preußen „über- 
lassen", wogegen dieses an Oesterreich 21/2 Mill. dänische »Reichsthaler 
„entrichtet". 
Im März zog Oesterreich Truppen aus Ungarn nach Böhmen, während iggg 
Preußen seine Festungen armirte, zugleich aber noch vor Ende des Monats März 
ein Bündniß mit Italien zum Zwecke der Eroberung Venetiens abschloß. 
Auf Antrag mehrerer Bundesstaaten (19. Mai) wurde nun zwar von der Mai 
Bundesversammlung einstimmig Abrüstung sämmtlicher Bundesglieder 
beschlossen; doch behielten sich Oesterreich und Preußen die Bedingungen der- 
selben vor. — Der Versuch Napoleon's III., den Conslict zwischen Oester¬ 
reich, Italien und Preußen durch eine Conferenz der Großmächte auszu- 
gleichen, scheiterte an dem Vorbehalts Oesterreichs: „daß keinem Staate eine 
territoriale oder Machtvergrößerung zugestanden werde," 1. Juni. Am dem- i. Juni 
selben Tage erklärte Oesterreich, die Entscheidung der schleswig-holsteinischen 
Frage dem „Bunde" anheimstellen zu wollen, wobei zugleich die Berufung 
der holsteinischen Stände auf 11. Juni ausgesprochen wurde. Preußen fand 
hierin einen Bruch der Gast ein er Convention; General Manteusfel ließ 
seine Truppen auf Grundlage des früheren Condominats in Holstein einrücken 
und forderte den österreichischen Statthalter Gablenz auf. wieder eine ge¬ 
meinsame Regierung für beide Herzogtümer zu bilden. Dieser zog sich dagegen
	        

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