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Lesebuch für ländliche Fortbildungsschulen sowie für landwirtschaftliche Winter- und Ackerbauschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN776968939
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11137927
Titel:
Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
Signatur:
RCH-I 15(1,1848)
Autor*in:
Wander, Karl Friedrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Grimma
Verlag:
Verlags-Comptoir
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1848
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lesebuch des deutschen Volkes für Schule und Haus

Einband

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für ländliche Fortbildungsschulen sowie für landwirtschaftliche Winter- und Ackerbauschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur 1. Auflage
  • Vorwort zur 2. Auflage
  • Vorwort zur 3. Auflage
  • Inhaltsverzeichnis der Ausgabe B
  • [Erste Abteilung]
  • I. Der Landwirt in seinem Berufe
  • II. Der Landwirt in Familie und Besitztum
  • III. Der Landwirt in Gemeinde und Staat
  • IV. Aus der Geschichte der Landwirtschaft und des Vaterlandes
  • [Zweite Abteilung]
  • A. Der Landwirt in seiner Arbeit
  • Dritte Abteilung
  • B. Der Landmann in seiner Wirtschaft, in Familie, Gemeinde und Staat
  • Einband

Volltext

B. Die landesväterlichen Bestrebungen der Hohenzollern ec. 
147 
109. Friedrich Wilhelm IV. (1840- 1861). 
Wanhlspruche , Ieh um men Haus wollen 
dem Herrn dienen.“ 
1. Friedrich Wilhelm IV. hatte von seinem Vater den Ernst, die 
hohenzollernsche Pflichttreue und das königliche Bewußtsein, von seiner 
Mutter den erhabenen, begeisterten Aufschwung der Seele ererbt. Mit 
hohen, heiligen Vorsätzen begann er seine Regierung. Bei den Huldigungs— 
feierlichkeiten in Königsberg und Berlin sprach er: 
„Ich gelobe vor Gottes Angesicht und vor diesen lieben Zeugen 
allen, daß Ich ein gerechter Richter, ein treuer, sorgfältiger, barm— 
herziger Fürst, ein christlicher König sein will. Ich will Recht und 
Gerechtigkeit mit Nachdruck üben ohne Ansehen der Person; Ich will 
das Beste aller Stände mit gleicher Liebe umfassen, fördern und 
pflegen, und Ich bitte Gott um den Fürsten-Segen, der dem 
Gesegneten die Herzen der Menschen zueignet und aus ihm einen 
Mann nach dem göttlichen Willen macht, — ein Wohlgefallen der 
Guten, ein Schrecken der Frevler. Ich gelobe, Mein Regiment in 
der Furcht Gottes und in der Liebe der Menschen zu führen.“ 
2. Unter Friedrich Wilhelm IV. genoß das Land 20 Jahre die 
Segnungen des Friedens, und diese waren groß und reich. Dampf— 
kraft und Maschienwesen ließen die Industrie riesige Fortschritte 
machen. Auf der Weltausstellung (1851) in London mußten die Aus⸗ 
länder eingestehen, daß die Deutschen sie bereits in manchen Zweigen 
des Gewerbes überholt, in anderen erreicht hatten. Die Pariser 
Ausstellung (1856) beslätigte dies günstige Urteil; namentlich glänzte 
das deutsche Gewerbe in den Erzeugnissen von Geweben und Eisen— 
waren. Elberfeld-Barmen war ein rheinisches Manchester, Solingen 
ein deutsches Lüttich geworden. Krupps Gußstahlwerk in Essen ent— 
wickelte sich zum ersten Stahlwerk und zur größten Geschützfabrik der 
Welt. Berlins vielseitige Fabriktätigkeit überflügelte besonders im 
Maschinenbau (August Borsig) den ausländischen Wettbewerb. Eisen— 
bahnen und Telegraphen traten immer mehr in den Dienst des Ge⸗ 
werbes, der Industrie und des Handels. Eine neue Zeit kam langsam, 
aber unaufhaltbar herauf, und Friedrich Wilhelm IV. wies ihr nach 
freiem, hochherzigem Entschluß auch auf politischem Gebiet eine Richtung, 
auf der sie sich zum Segen von Fürst und Volk, wenn auch nicht ohne 
schweres Ringen, ausgestalten konnte. „Mit freier königlicher Hand gab 
er dem Lande Institutionen, in deren Ausbau sich die Hoffnung des 
deutschen Volkes erfüllen sollte.“ 
3. Im Jahre 1847 berief der König den „vereinigten Landtag“, 
der aus Abgeordneten sämtlicher Provinzialstände der Monarchie bestand. 
Dieser Landesvertretung gewährte der Herrscher das wichtige Recht, 
Steuern zu bewilligen oder zu versagen oder bei der Abfassung von 
Gesetzen mitzuwirkenn Im Jahre 1848 übertrug der König die Be— 
fugnisse des vereinigten Landtages in erweitertem Maße den „Kammern“, 
zu denen vom ganzen Volke Äbgeordnete gewählt werden sollten. Eine 
10*
	        

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Zitierempfehlung

Gehrig, Hermann, Adolf Helmkampf, and Theodor Krausbauer. Lesebuch Für Ländliche Fortbildungsschulen Sowie Für Landwirtschaftliche Winter- Und Ackerbauschulen. Leipzig: Hofmann, 1904. Print.
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