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[Teil 7 = (8. Schuljahr), [Schülerband]] (Teil 7 = (8. Schuljahr), [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1015779565
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15471646
Titel:
Deutsches Lesebuch
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Gaudig, Hugo (05.12.1860-02.08.1923)
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1911
Ausgabenbezeichnung:
Sächsische Ausgabe
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1023987236
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-17802501
Titel:
[Teil 7 = (8. Schuljahr), [Schülerband]]
Signatur:
DDG-II 86(2,14)-7
Autor*in:
Martens, Emma (16.04.1865-)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Gaudig, Hugo (05.12.1860-02.08.1923)
Bandzählung:
Teil 7 = (8. Schuljahr), [Schülerband]
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1914
Ausgabenbezeichnung:
Sächsische Ausgabe, Zweite, beinahe unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Aus dem Leben des deutschen Volkes
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch
  • [Teil 7 = (8. Schuljahr), [Schülerband]] (Teil 7 = (8. Schuljahr), [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichnis der Schriftsteller und Quellennachweis
  • Aus der Welt des Kindes
  • Im Familienkreise
  • In der Berufsarbeit
  • In wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben
  • Aus dem Leben des deutschen Volkes
  • Aus dem Reiche der Natur
  • Deutsche Heimat
  • Von Gott und Ewigkeit
  • Einband

Volltext

191 
Der Rite sprach zum Jungen: „Nun sei bereit, mein Sohn! 
Denk' unsrer tiefsten Lieder, stimm' an den vollsten Ton! 
Nimm alle Kraft zusammen, die Lust und auch den Schmerz! 
Ls gilt uns heut' zu rühren des Königs steinern herz." 
Schon stehn die beiden Sänger im hohen Säulensaal, 
und auf dem Throne sitzen der König und sein Gemahl, 
der König furchtbar prächtig wie blut'ger Nordlichtschein, 
die Königin süß und milde, als blickte Vollmond drein. 
Da schlug der Greis die Saiten, er schlug sie wundervoll, 
daß reicher, immer reicher der Klang zum Ohre schwoll' 
dann strömte himmlisch helle des Jünglings Stimme vor, 
des Rlten Sang dazwischen wie dumpfer Geisterchor. 
Sie singen von Lenz und Liebe, von sel'ger goldner Zeit, 
von Freiheit, Männerwürde, von Treu' und Heiligkeit, 
sie singen von allem Süßen, was Menschenbrust durchbebt, 
sie singen von allem hohen, was Menschenherz erhebt. 
Die Höflingsschar im Kreise verlernet jeden Spott, 
des Königs trotz'ge Krieger, sie beugen sich vor Gott,' 
die Königin, zerflossen in Wehmut und in Lust, 
sie wirft den Sängern nieder die Nose von ihrer Brust. 
„Ihr habt mein Volk verführet; verlockt ihr nun mein Weib?" 
Der König schreit es wütend, er bebt am ganzen Leib; 
er wirft sein Schwert, das blitzend des Jünglings Brust durchdringt, 
draus statt der goldnen Lieder ein Blutstrahl hoch aufspringt. 
Und wie vom Sturm zerstoben ist all der Hörer Schwarm, 
der Jüngling hat verröchelt in seines Meisters Rrm; 
der schlägt um ihn den Mantel und setzt ihn auf das Noß, 
er bind't ihn aufrecht feste, verläßt mit ihm das Schloß. 
Doch vor dem hohen Tore, da hält der Sängergreis, 
da faßt er seine Harfe, sie, aller Harfen preis, 
an einer Marmorsäule, da hat er sie zerschellt; 
dann ruft er, daß es schaurig durch Schloß und Gärten gellt: 
„Weh euch, ihr stolzen hallen! Nie töne süßer Klang 
durch eure Bäume wieder, nie Saite noch Gesang, 
nein, Seufzer nur und Stöhnen und scheuer Sklavenschritt, 
bis euch zu Schutt und Moder der Nachegeist zertritt!
	        

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Zitierempfehlung

Martens, Emma, and Hugo Gaudig. [Teil 7 = (8. Schuljahr), [Schülerband]]. Leipzig: Teubner, 1914. Print.
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