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Das erste Schuljahr

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN815784651
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13192549
Title:
Das erste Schuljahr
Shelfmark:
SB-II 18(5,08)-1L
Author:
Förster, Oswald (05.07.1842-)
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Voigtländer
Document type:
Monograph
Collection:
Political studies textbooks, imperial Germany
Publication year:
1908
Edition title:
5. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
theoretisch-praktisches Handbuch für Lehrer der Elementarklassen

Chapter

Title:
Praktischer Teil
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Der Anschauungsunterricht
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Das erste Schuljahr
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Inhalt
  • Theoretischer Teil
  • I. Der Anschauungsunterricht
  • II. Der Religionsunterricht
  • III. Von der Kinderpsychologie
  • IV. Das Zeichnen
  • V. Das Singen
  • VI. Der Lese- und Schreibunterricht
  • VII. Der Rechenunterricht
  • Praktischer Teil
  • I. Der Anschauungsunterricht
  • II. Der Religionsunterricht
  • III. Das Zeichnen
  • IV. Der Gesangunterricht
  • V. Der Lese- und Schreibunterricht
  • VI. Der Rechenunterricht
  • VII. Von der öffentlichen Prüfung in der Elementarklasse
  • VIII. Von den häuslichen Aufgaben in der Elementarklasse
  • IX. Das Strafen in der Elementarklasse
  • X. Vom Lobe in der Elementarklasse
  • XI. Noch ein Wunsch an den Elementarlehrer oder die Lehrerin
  • [Anhang]
  • I. Anhang von Gedichten für Kinder der Elementarklassen zum Deklamieren bei einer Weihnachtsfeier
  • II. Ansprachen an die Eltern bei Aufnahme der Kleinen in die Schule
  • Malvorlagen für den Anschauungsunterricht
  • Malvorlagen für den Anschauungsunterricht
  • Verzeichnis der Geschichten, Märchen und Fabeln im Ersten Schuljahr und in der Neuen Fibel im Verlag von Oskar Leiner
  • Advertising
  • Binder

Full text

202 
Vom fleißigen Bächlein. N. F. S. 92. 
Daran anschließend, denke dir, das Bächlein erzählte seine Lebens¬ 
geschichte. Wie könnte es sagen? Ich wohnte auf dem Berge. (So 
fängt der Lehrer an.) Mein klares Wasser floß herab. Man nannte 
mich ein Bächlein usw. 
Die Gans. 
a. In diesen Herbstestagen essen viele Leute Gänsebraten. Wer 
von euch hat auch schon Gänsebraten gegessen? Wer von euch hat schon 
die vielen toten Gänse auf dem Wochenmarkte gesehen? Warum bringen 
die Landleute diese Gänse in die Stadt? Jetzt werden die allermeisten 
Gänse geschlachtet. Es werden ihnen die Federn genommen, und dann 
müssen sie auch noch ihr Fleisch und ihr Fett hergeben. Da wollen wir 
uns doch heute einmal von der Gans unterhalten und sie recht genau 
ansehen. Dazu habe ich euch ein schönes Bild von ihr mitgebrachtx). 
Schaut es euch zuerst an! Nun sagt mir, was ihr darauf seht! Was 
tut jede dieser Gänse? Was will das Mädchen? Wie viele Gänse sind 
schon aus dem Wasser, wie viele noch draußen? Wohin gehen alle Gänse 
gern? Sogar im Winter, wenn es schon recht kalt ist, gehen die Gänse 
noch an die Stellen im Teiche, die vom Eise frei sind^). Und zwar 
immer barfuß, d. h. ohne Strümpfe und Schuhe. Ob sie nicht frieren? 
Nun, die Dorfkinder gehen doch auch barfuß. Aber nur in welcher Zeit? 
Wann müssen sie wieder Strümpfe und Schuhe anziehen? Einst hatte 
ein Dorfjunge, der den ganzen Sommer hindurch barfuß gegangen war, 
ganz neue Strümpfe und Schuhe bekommen. Stolz ging er hinaus. Da 
kam eine Gans die Straße daher gewatschelt. Der Knabe sah die roten 
Füße und sagte zu ihr ganz mitleidig: 
Gänschen, ein armes Kind bist du, 
Sprich: „Warum hast du nicht Strümps' und Schuh'?" 
Da antwortete das Gänschen: 
„Freilich, die könntest du mir wohl schenken; 
Aber da kommt mir ein Bedenken: 
Wenn ich damit nun ins Wasser ginge, 
Würden nicht naß die schönen Dinge?" 
Was tat dem Kinde leid? Warum mochte die Gans gar keine 
Strümpfe? In den Strümpfen durfte doch der Knabe auch nicht ins 
Wasser gehen. Aber wohin gehen die Gänse gar zu gern? Das seht 
ihr auch auf diesem Bilde. Der Gänserich will jetzt den anderen nach¬ 
gehen. Aber warum gehen nur die Hühner niemals ins Wasser? Sie 
können nicht schwimmen. Das seht ihr gleich an den Füßen. Seht hier 
die rote Haut zwischen den Zehen, die fehlt den Hühnern ganz. Die 
Vögel, die eine solche Haut haben, können alle gut schwimmen. Wie 
wird man deshalb diese Vögel nennen? Denkt an die Ente! Und wie 
können wir diese Haut nennen? Wozu brauchen sie diese Haut und die 
ganzen Füße? Die Gans rudert mit den Füßen. Wozu dienen anderen 
9 Lehmann-Leutemann. 3. Aust. Nr. 15. 
2) Siehe das Lesestück S. 111 in der N. F.!
	        

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