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Das Mittelalter (Band 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN672741172
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5375685
Title:
Die Weltgeschichte in Lebensbildern und Darstellungen
Author:
Hoffmann, Ernst
Place of publication:
Mainz
Publisher:
Kirchheim
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1883
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für Schule und Haus

Volume

Persistent identifier:
PPN672743116
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5378886
Title:
Das Mittelalter
Shelfmark:
27/81
Author:
Hoffmann, Ernst
Volume count:
Band 2
Place of publication:
Mainz
Publisher:
Kirchheim
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1884
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
geschichtliche Bilder und Darstellungen ; für Schule und Haus

Chapter

Title:
II. Die christliche Zeit A. Von der Geburt Christi bis zur Entdeckung Amerikas
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
XV. Mittelalterliches Städtewesen
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Weltgeschichte in Lebensbildern und Darstellungen
  • Das Mittelalter (Band 2)
  • Binder
  • Title page
  • Title page
  • II. Die christliche Zeit A. Von der Geburt Christi bis zur Entdeckung Amerikas
  • Jesus Christus
  • II. Roms Verfall
  • V. Die Völkerwanderung und die Gründung germanischer Reiche auf den Trümmern der alten Welt
  • VI. Die Ausbreitung der christlichen Kirche
  • VIII. Karl der Große
  • XI. Die Kreuzzüge
  • XII. Friedrich I. Barbarossa
  • XIV. Deutschland im Ausgange des Mittelalters
  • XV. Mittelalterliches Städtewesen
  • XVI. Ein Blick auf die außerdeutschen Länder
  • Inhaltsverzeichnis
  • Binder

Full text

262 Das Innere der Städte. 
berg nahe dem Rathause den Schlag des Dreschflegels, durch 
die Straßen ziehen Kühe und Schafherden zur Stadtweide, 
große Taubenflüge erheben sich, oft Ursache nachbarlicher Strei¬ 
tigkeiten, und die Schweine, deren Ställe selbst nach der Straße 
zu liegen, was der Rat in Frankfurt 1421 verbietet, wühlen im 
Straßenkot; im reichen Ulm wird 1410 den Schweinen das 
Recht des Herumlaufeus in den Straßen auf die Mittagsstunde 
von 11 —12 beschränkt. Ju den Flußarmen, die durch die Stadt 
führen, hat zahlreiches Vieh seine Schwemme, auf freien Plätzen 
sucht das Federvieh in Tümpeln neben stattlichen Gebäuden seine 
Nahrung, uud es fehlt an abgelegenem Plätzen, auch selbst vor 
deu Häusern nicht an angehäuftem Dünger, den der Rat zu 
festlichen Zeiten und bei hohen Besuchen fortschaffen läßt. Für 
reichliches und gutes Wasser haben die alten Städte immer, 
oft mit großer Mühe uud vielen Kosteu gesorgt; sie haben fließende 
Gewäfser um und durch die Stadt geleitet, Wasserreisen und 
Wasserhebewerke angelegt, denn Wasser ist ihnen für Vieh, 
Mühlen und viele städtische Gewerbe, sowie gegen Brandunglück 
unentbehrlich; es quillt in den vielen Ziehbrunnen der Straßen, 
sprudelt aus Plätzen in Schöpftröge von Stein und Metall und 
füllt an geeigneten Stellen große Wafserbottiche für Feuersgefahr. 
Bei Kirche und Rathaus erinnert noch die Linde an die Zeit, 
wo die Stadt noch nicht war, und besonders in den neuen Stadt¬ 
teilen liegen zwischen den Häusern Obst- und Gemüsegärten, 
in denen Nelke, Lack, Rose und Lilie blühen. Fast den ganzen 
Tag hindurch tönt Glockenklang von den vielen Kirchen, Klöstern 
und Kapellen; er ist dem Bürger herzlich lieb, denn er mitklingt 
ihm das ganze Leben, und der Deutsche ehrt seine Glocken wie lebende 
Wesen und nennt sie gern Anna, Snsanna n. s. w. Während 
früher nur das Kirchengeläut die neun Tageszeiten der Kirche 
meldete und daneben das Horn des Türmers und eine Sonnen¬ 
uhr oder eine Sanduhr am Rathaufe die Stunden wiesen, die 
nach römischem Brauch von 1—24 gezählt wurden, zeigt vom 
14. Jahrhundert an das Zifferblatt der allmählich eingeführten 
Turmuhren die Stunden von 1 — 12. 
4. Häusliche Einrichtung. 
Die häusliche Einrichtung trug das Gepräge der Einfalt 
des Zeitalters. Im Erdgeschoß ist die Werkstatt und außerdem 
eilte Hinterstube mit Kammern als Wohngelaß, der meiste Raum 
der obern Stockwerke des Hauses dient aufgehäuften Vorräten. 
Noch wohnt selbst in vermögenden Häusern der Sohn mit seiner
	        

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Hoffmann, Ernst. Das Mittelalter. Mainz: Kirchheim, 1884. Print.
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