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Von deutscher Art und Arbeit (1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN815375409
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19909281
Title:
Schaffen und Schauen
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
Political studies textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Führer ins Leben

Volume

Persistent identifier:
PPN815375565
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19908860
Title:
Von deutscher Art und Arbeit
Shelfmark:
SK-II 17(2,11)-1
Volume count:
1
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
Political studies textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
2. Aufl., 7. - 13. Tsd. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Führer ins Leben

Chapter

Title:
[III.] Staat und Staatsbürger
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
[8.] Wirtschaftspolitische Fragen
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Schaffen und Schauen
  • Von deutscher Art und Arbeit (1)
  • Binder
  • Title page
  • Schaffen und Schauen
  • [Einleitung]
  • Prepage
  • [Inhalt]
  • Schaffen und Schauen. Inhalt des II. Bandes
  • Vaterland
  • [I.] Im Deutschen Reich
  • [Bemerkung von Fichte]
  • [II.] Deutsche Volkswirtschaft
  • [1.] Grundlagen der Volkswirtschaft
  • [2.] Allgemeine gegenwärtige Lage
  • [3.] Land- und Forstwirtschaft
  • [4.] Bergbau
  • [5.] Industrie
  • [6.] Technik
  • [7.] Kunstgewerbe und Architektur
  • [8.] Handel
  • [9.] Verkehr
  • Literatur
  • [Bemerkung von Schleiermacher]
  • [III.] Staat und Staatsbürger
  • [IV.] Im Beruf
  • Arbeit
  • Aus den Urteilen über das Werk
  • Advertising
  • Binder

Full text

9. Staatsbürgerliche Bestrebungen. Z29 
wir kennen z. B. den Einfluß von Mißernten und Krisen auf den sitt— 
lichen Stand der Gesellschaft, auf Verbrechen und selbst auf scheinbar 
so zufällige Ereignisse wie die Selbstmorde. Sollte sich nicht eine heute 
noch ungeahnte Sicherheit der Sozialpolitik ergeben können, wenn es 
— besonders an der hand einer vollendeten Steuerpolitik — dereinst 
gelingen wird, einen genauen Einblick in die Vermögensbewegung und 
Besitzverteilung innerhalb eines Volkes zu gewinnen? Dann würde ja 
aller Streit über Segen oder Nachteil bestimmter wirtschaftspolitischer 
Maßnahmen wie z. B. der handelspolitik aufhören, denn es würde mög— 
lich sein, Maßregeln für Gesetzgebung und Verwaltung zu treffen an 
der hand der klar erkannten Tatsachen. Eine solche Hoffnung erscheint 
uns heute, gleich wie dereinst einem Adam Smith die Verwirklichung 
seiner Gedanken, als „utopisch“; vielleicht aber brauchen wir doch nicht 
darauf zu verzichten, wenn wir bedenken, daß die ganze sozialpolitische 
Richtung unserer Zeit kaum älter ist als ein kurzes Jahrhundert. 
8 Staatsbürgerliche Bestrebungen 
Der feste Zusammenschluß im Staate ist notwendig, damit die Ge— 
sellschaft sich organisieren und vervollkommnen, erhalten und erweitern 
kann. Wir haben die Politik im weitesten Sinne kennen gelernt 
als die auf Erfahrung und Wissenschaft begründete Kunst, diesen Staat 
so zu leiten, daß er die widerstreitenden Einzelinteressen dem Gesamt— 
wohl unterordnet. Da die Mehrheit der Menschen nur für die nächsten 
und persönlichen Dinge einen scharfen Blick hat, ist die Kunst der Politik 
im Grunde immer die Aufgabe einzelner weitblickender und willens— 
kräftiger Führer. Aber innerhalb jenes großen, alles zusammenschließen— 
den Organismus müssen die einzelnen Strömungen und Bestrebungen 
wieder ihren besonderen festgestalteten Ausdruck finden können, wenn 
der Staat als Gemeinwesen (civitas, res publica) nicht zur hohlen Form 
werden soll. Und der FSührer auf seiner hohen Warte bedarf solcher 
Gruppen gleichsam als Wetterzeichen, nach denen er den Kurs am 
besten und sichersten bestimmen kann. So wird ein kräftig entwickeltes 
Parteileben das Staatswesen nicht nur nicht schädigen, es ist geradezu 
die Voraussetzung seines Gedeihens.
	        

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Von Deutscher Art Und Arbeit. Leipzig [u.a.]: Teubner, 1911. Print.
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