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Das Deutsche Reich (Teil 3)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN791663582
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12878861
Title:
Realienbuch für die Schulen des Großherzogtums Hessen
Shelfmark:
RC-II 13(2,00)
Editor:
Müller, P.
Völker, J. A.
Place of publication:
Gießen
Publisher:
Roth
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1900
Edition title:
[Ausg. A, 2., verb. Aufl.] [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit 388 Illustrationen und 4 Karten

Chapter

Title:
Mineralkunde und Chemie
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Hilfsbücher für den geographischen Unterricht
  • Das Deutsche Reich (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Die Karte des Reiches
  • Das Königreich Preußen
  • Mittel- und Kleinstaaten Norddeutschlands
  • Die Staaten Süddeutschlands
  • Das Reich als Ganzes
  • Ergebnisse der Jahresarbeit
  • Tabellen
  • Deutschland in Sage und Lied
  • Advertising
  • Binder

Full text

— 218 — 
Und warum hat man gerade in den Flußtälern die Festungen an- 
gelegt? In den Flußtälern ziehen sich die großen Straßen und Eisenbahnen 
hin (Nachweis!), die von den feindlichen Heeren zum Vordringen verwendet 
werden können. Die Festungen versperren dem Feinde die Straßen und 
erschweren ihm so das Eindringen ins Innere des Landes. Sie dienen 
als Sammelpunkte für größere'Heeresmassen und als Mittelpunkte für 
die Leitung, Verpflegung und Ausrüstung der Armeen. (Sammel- und 
Waffenplätze!) 
Ergebnisse. 
Süddeutschland. 
I. Lage. Süddeutschland erstreckt sich von den Alpen bis zur 
Mitteldeutschen Gebirgsschwelle. 
II. Bodenform. Es umfaßt zwei große Landschaftsgebiete: 
1. Die Süddeutsche Hochebene mit ihren Randgebirgen. 
2. Die Oberrheinische Tiefebene mit ihren Randgebirgen und den 
beiden Stufenländern, welche diesen Randgebirgen vorgelagert sind. Es 
sind dies: 
a) Das Lothringische Stufenland im Westen. 
b) Das Schwäbisch-fränkische Stufenland im Südosten. 
III. Bewässerung. Die Hauptwasseradern Süddeutschlands 
sind Rhein und Donau. Der Rhein sammelt die Gewässer der Sinsen- 
länder, die Donau die der Hochebene und ihrer Randgebirge. 
IV. Erwerbsquellen. Süddeutschland hat eine Anzahl sehr 
fruchtbarer Gebiete. Zu ihnen gehören z. B. die Oberrheinische Tief- 
ebene und die Täler des Mains, des Neckars und der Mosel. In 
diesen Landschaften bilden Getreide-, Hopfen-, Wein- und Obstbau die 
Haupterwerbsquellen. Aber auch in solchen Gegenden, welche weniger 
fruchtbar sind, lebt der größere Teil der Bewohner von der Landwirt- 
schast. Es kommt dies daher, weil Süddeutschland arm an Boden- 
schätzen, insbesondere arm an Steinkohle ist. Süddeutschland hat rechts 
vom Rheine keine großen Industriegebiete, sondern nur vereinzelte 
Fabrikstädte, so z. B. Nürnberg, Eßlingen und Aalen, Pforzheim, und 
links vom Rheine nur kleine Industriegebiete. (Mülhausen, Kolmar.) 
Rege ist der Handel. Bilden doch die Hauptströme Süddeutschlands 
wichtige Verkehrsstraßen, welche den Süden mit dem Norden (Rhein!) 
und den Westen mit dem Osten in Verbindung setzen (Donau!). 
V. Siedelungen. Da in Süddeutschland der Ackerbau über- 
wiegt, so besitzt es wenig Großstädte. Wir haben deren nur sechs kennen 
gelernt: München, Frankfurt a. M., Stuttgart, Nürnberg, Straßburg 
und Mannheim. 
VI. Staaten. Süddeutschland umfaßt fünf Staaten: Zwei König- 
reiche, zwei Großherzogtümer und das Reichsland Elfaß-Lothringen.
	        

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Tischendorf, Julius. Das Deutsche Reich. Leipzig: Wunderlich, 1918. Print.
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