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Deutsches Lesebuch (Teil 1-4)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN817735615
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14083760
Titel:
Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
Erscheinungsort:
Frankfurt am Main
Verlag:
Diesterweg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. C nach Maßgabe d. "Lehrpläne für d. höheren preußischen Schulen" bearb. von E[mil] Scholderer
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1010816977
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15260781
Titel:
[Teil 2 = Sexta, [Schülerband]]
Signatur:
DCG-II 16(20,03)-2
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Winneberger, Oskar (20.01.1857-11.05.1931)
Höfler, Franz (01.04.1843-18.07.1907)
Scholderer, Emil
Paldamus, Friedrich Christian
Bandzählung:
Teil 2 = Sexta, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Frankfurt am Main
Verlag:
Moritz Diesterweg
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1903
Ausgabenbezeichnung:
nach Maßgabe der "Lehrpläne für die preußischen höheren Schulen vom Jahre 1901" bearbeitete von Dr. E. Scholderer, zwanzigste Auflage Ausgabe C [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Prosa
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
II. Fabeln
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für höhere Mädchenschulen
    Deutsches Lesebuch für höhere Mädchenschulen
  • [Teil 1 = 2. und 3. Schuljahr] (Teil 1 = 2. und 3. Schuljahr)
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Zweites Schuljahr
  • Drittes Schuljahr
  • 1. Inhalts-Verzeichnis
  • 2. Inhalts-Verzeichnis
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-106]
  • Werbung
  • Einband

Volltext

37 
„Es währt recht lange mit dem einen Ei!“ sagte die Ente, die 
da saß; „es will nicht platzen; doch sieh nur die andern an, sind 
es nicht die niedlichsten Entlein, die man je gesehen? Sie gleichen 
allesamt ihrem Vater; der Bösewicht kommt nicht, mich zu be¬ 
suchen.“ 
„Laß mich das Ei sehen, welches nicht platzen will!“ sagte die 
Alte. „Glaube mir, es ist ein Kalkutten-Ei! Ich bin auch einmal so 
angeführt worden, und hatte meine große Sorge und Not mit den 
Jungen, denn ihnen ist bange vor dem Wasser! Ich konnte sie nicht 
hineinbringen, ich rappte und schnappte, aber es half nichts. — Laß 
mich das Ei sehen! Ja, das ist ein Kalkutten-Ei, laß das liegen, und 
lehre lieber die andern Kinder schwimmen.“ 
„Ich will doch noch ein bißchen darauf sitzen,“ sagte die Ente; 
„habe ich nun so lange gesessen, so kann ich auch noch einige Tage 
sitzen.“ 
„Nach Belieben,“ sagte die alte Ente, und ging von dannen. 
Endlich platzte das große Ei. „Piep, piep!“ sagte das Junge, und 
kroch heraus; es war sehr groß und häßlich. Die Ente betrachtete 
es: „Es ist doch ein gewaltig großes Entlein das,“ sagte sie, „keins 
von den andern sieht so aus; sollte es wohl ein kalkuttisches Küchlein 
sein? Nun, wir wollen bald dahinter kommen; in das Wasser muß 
es, sollte ich es auch selbst hineinstoßen.“ 
Am nächsten Tage war schönes, herrliches Wetter; die Sonne schien 
auf alle grünen Kletten. Die Entleinmutter ging mit ihrer ganzen 
Familie zu dem Kanäle hinunter; platsch! da sprang sie in das Wasser 
„Rapp! rapp!“ sagte sie, und ein Entlein nach dem andern plumpte 
hinein; das Wasser schlug ihnen über den Kopf zusammen, aber sie 
kamen gleich wieder empor und schwammen ganz prächtig; die Beine 
gingen von selbst, und alle waren sie im Wasser, selbst das häßliche, 
graue Junge schwamm mit. 4 
„Nein, es ist kein Kalkut,“ sagte sie; „sieh, wie herrlich es die 
Beine gebraucht, wie gerade es sich hält, es ist mein eigenes Kind. 
Im Grunde ist es doch hübsch, wenn man es nur recht betrachtet. 
Rapp! rapp! Kommt nur mit mir, ich werde euch in die große Welt 
führen, euch im Entenhofe vorstellen, aber haltet euch immer nahe 
zu mir, damit euch niemand trete, und nehmt euch vor den Katzen 
in acht.“ 
Und so kamen sie in den Entenhof hinein. Drinnen war ein
	        

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Zitierempfehlung

Dix, Franz, and Thomas Kersten. [Teil 1 = 2. Und 3. Schuljahr]. Breslau: Hirt, 1896. Print.
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