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Deutsches Lese-, Lehr- und Sprachbuch für Schule und Haus

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN817846298
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14400560
Titel:
Deutsches Lesebuch für höhere Mädchenschulen
Autor*in:
Borkowsky, Ernst (28.02.1860-28.01.1947)
Bruns, Max
Korodi, Ludwig (12.02.1834-31.10.1901)
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Grote
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN101530446X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15184002
Titel:
(Für das fünfte und sechste Schuljahr)
Signatur:
DCG-II 6(1,1896)-4
Autor*in:
Borkowsky, Ernst (28.02.1860-28.01.1947)
Bruns, Max
Korodi, Ludwig (12.02.1834-31.10.1901)
Bandzählung:
Band 4, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Grote
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1896
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Einband

Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lese-, Lehr- und Sprachbuch für Schule und Haus
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Erster Abschnitt. Erzählungen und andere Lesestücke
  • I. Erzählungen etc. zu Luthers Katechismus
  • II. Vermischte Lesestücke
  • Zweiter Abschnitt. Weltkunde
  • Die drei Naturreiche
  • Naturkräfte und Naturerscheinungen
  • Der Mensch
  • Gesundheit, Krankheit und Tod
  • Die Erde
  • Das Königreich Hannover
  • Deutschland
  • Vaterländische Geschichte
  • Die übrigen Länder der Erde in geographischer, naturkundlicher und geschichtlicher Beziehung
  • Dritter Abschnitt. Bibelkunde
  • Vierter Abschnitt. Sprachlehre
  • Anhang
  • Einband

Volltext

252 
Grosse Landstrecken, welche in allen ihren Theilen nur we¬ 
nig höher als die Oberfläche des Meeres liegen, heissen Niede¬ 
rungen oder Tiefländer; zusammenhängende Ländermassen, 
welche sich bedeutend über das Meer und die Tiefländer erheben, 
nennt man Hochländer. Unbedeutende Erhöhungen heissen 
Hügel, bedeutende aber Berge; viele zusammenhängende Berge 
nennt man Gebirge; Gebirgsarme, welche sich ins Meer er¬ 
strecken , Vorgebirge oder Kap; ganze Länder, welche mit 
Gebirgen angefüllt sind, heissen Gebirgsländer; Berge, wel¬ 
che von Zeit zu Zeit dampfen, Feuer und geschmolzene glühende 
Materien auswerfen, Feuer spei er oder Vulkane. Die Ver¬ 
tiefungen der Erdoberlläche nennt man Thäler, und wenn diese 
ganz eng sind, so heissen sie Schluchten. 
Das Land' wird durch Bäche, Flüsse und Ströme, welche 
meistens aus Quellen entstehen, bewässert. Durch den Zu¬ 
sammenfluss mehrerer Quellen entsteht ein Bach, durch die Ver¬ 
einigung mehrerer Bäche ein Fluss. Wenn ein Fluss mehrere 
Flüsse aufnimmt und sich unter seinem Namen ins Meer crgiesst, 
so ist er ein Hauptfluss oder Strom. Die Flüsse aber, welche 
sich in ihn ergiesson und ihren Namen verlieren, heisst man N e- 
bonfHisse. Wenn ein Fluss nach kurzem Laufe das Meer er¬ 
reicht, heisst er Küstenfluss, wenn er sich im Sande verliert, 
Steppen flu ss. Die Vertiefung in welcher ein Fluss läuft, ist 
sein 15ctt, der Band des Landes sein Ufer (linkes und rechtes 
U.), die Stelle, wo er sich in ein andres Gewässer crgiesst, seine 
Mündung. Eine künstliche Wasserleitung heisst ein Kanal. 
Eine grosse Sammlung stehenden Wassers, die ganz vom Lande 
umgeben ist, nennt man See; kleinere Sammlungen nennt man 
Teiche, und wenn die Oberfläche kein klarer Wasserspiegel 
ist, sondern ein Mittelding zwischen Land und Wasser, so nennt 
man solche kleinere Sammlungen Sümpfe, Moräste und 
Moore. 
Das Wasser zwischen den Festländern und Inseln heisst das 
Meer. Alles Meer ist ein zusammenhängendes Ganze, das von 
Pol zu Pol geht, und an diesen Orten mit einer starren Rinde, 
d. h. mit Eis bedeckt ist. Das Meer ruht in grossen Vertiefun¬ 
gen oder Becken; der Grund derselben heisst Meeresgrund oder 
Boden; der Hand heisst Küste oder Ufer (Gestade, Strand), 
und die Oberfläche des Meeres heisst der Spiegel. An man¬ 
chen Stellen ist es sehr tief, so dass die Tiefe desselben 
manchmal der Höhe der höchsten Berge gleich ist. Am 
flachsten (seichtesten) ist das Meer gewöhnlich in der Nähe des 
Landes. — Wie die Oberfläche des Landes, so hat auch der 
Grund des Meeres Unebenheiten. Heichcn die Höhen des Mee¬ 
res beinahe bis an den Wasserspiegel hinauf, so nennt man sie, 
je nachdem sie aus Gestein oder Sand bestehen, Klippen (Riff) 
oder Bänke (Sandbänke). — Der Geschmack des Meerwassers
	        

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Zitierempfehlung

[Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband]]. Stuttgart: Dt. Verl.-Anst., 1904. Print.
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