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[Band 2, [Schülerband]] (Band 2, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1017733813
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15411052
Title:
Sammlung ausgewählter Lesestoffe für Lehrer- und Lehrerinnenseminare
Editor:
Wimmers, Peter
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Handel
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1909
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1017833028
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15645804
Title:
[Band 2, [Schülerband]]
Shelfmark:
DEL-II 9(2,10)-2
Editor:
Wimmers, Peter
Volume count:
Band 2, [Schülerband]
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Handel
Document type:
Volume
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1910
Edition title:
2. verbesserte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
I. Aus der Geschichte und Kulturgeschichte
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Sammlung ausgewählter Lesestoffe für Lehrer- und Lehrerinnenseminare
  • [Band 2, [Schülerband]] (Band 2, [Schülerband])
  • binder
  • Title page
  • Vorwort
  • I. Aus der Geschichte und Kulturgeschichte
  • II. Aus der Kunst- und Literaturgeschichte
  • III. Aus der Natur-, Länder- und Volkswirtschaftskunde
  • Inhaltsverzeichnis
  • Advertising
  • binder

Full text

57 
die hohle Nichtigkeit, unter der Schmach des Besiegten die ungebrochene 
Kraft zu ahnen. Als der König nach der Schlacht von Eylau, der ersten, 
die der Unbesiegte nicht gewonnen, die lockenden Friedensvorschläge Napoleons 
zurückweist und sich weigert, den russischen Bundesgenossen zu verlassen, da 
schreibt seine Gemahlin einfältig wie ein gläubiges Kind: „Das wird 
Preußen einst Segen bringen." So einfach, wie sie wähnte, sind Lohn 
und Strafe im Leben der Völker nicht verteilt; gleichwohl bleibt dem 
frommen Worte seine Wahrheit; ohne den Sinn altpreußischer Ehre, den 
der König bei jener schweren Versuchung bewahrte, hätte sich der Staat nie 
wieder erhoben. 
In der entlegensten Provinz des verstümmelten und ausgesogenen 
Staates verbrachte nun der Hos zwei schwere Jahre. Man zeigt noch in 
dem alten Ordensschloß zu Königsberg das bescheidene Eckzimmer mit dem 
dunkeln Alkoven daneben, wo die Königin wohnte: ein kleiner Schreibtisch, 
ein mehr als einfaches Klavier — von der Wand blickt das Bildnis 
Scharnhorsts mit großen, tiefen Augen hernieder! . . . Die deutsche Nation 
fand kein Wort des Mitleids, nur Hohn und Schadenfreude für die Be¬ 
siegten. In Preußen aber lebte noch die alte Treue. Fürst und Volk 
traten einander näher, wie im verwaisten Hause die Überlebenden sich inniger 
zusammenschließen; der ärmliche Hofhält zu Königsberg und Memel empfing 
von allen Seiten rührende Beweise der Teilnahme, der König lud seine 
getreuen Stände als Paten zur Taufe der jüngsten Prinzessin. Dies stolze 
und trotzige Ostpreußen, das Stiefkind Friedrichs des Großen, schloß in Not 
und Trübsal, ohne viel Worte, den Herzensbund mit seinem Herrscher¬ 
geschlecht, der im Frühjahr 1813 seine Kraft bewähren sollte. Die schwere 
Natur Friedrich Wilhelms verwand nur langsam die Schläge des Unglücks; 
er glaubte oft, daß ihm nichts gelinge, daß er für jedes Unheil geboren 
sei. Da er einmal mit der Königin die Gräber der preußischen Herzöge 
im Chore des Doms zu Königsberg besuchte, fiel sein Blick aus die Grab¬ 
schrift: „Meine Zeit in Unruhe, meine Hoffnung zu Gott." „Wie ent¬ 
sprechend meinem Zustand!" rief er erschüttert und wählte sich das ernste 
Wort zum Wahlspruch für sein ganzes Leben. Nur das Pflichtgefühl 
hielt ihn aufrecht unter der Bürde seines schweren Amtes. Er begann mit 
Scharnhorst die Herstellung des zerrütteten Heeres und berief den Freiherrn 
von Stein für den Neubau der Verwaltung. Mit herzlichem Vertrauen 
begrüßte die Königin den Mann „großen Herzens, umfassenden Geistes: 
Stein kommt, und mit ihm geht mir wieder etwas Licht auf". Sie war 
mit ihm und ihrem Gemahl einig in dem Gedanken, daß es gelte, alle sitt¬ 
lichen Kräfte des erschlafften Staates zu beleben; fast wörtlich überein¬ 
stimmend mit den allbekannten Worten, die der König seiner Berliner Hoch¬ 
schule in die Wiege band, schrieb sie einmal: „Wir hoffen den Verlust au 
Macht durch Gewinn an Tugend reichlich zu ersetzen." Die Acht Napoleons 
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Wimmers, Peter. [Band 2, [Schülerband]]. Breslau: Handel, 1910. Print.
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