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[Band 2, [Schülerband]] (Band 2, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1017733813
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15411052
Title:
Sammlung ausgewählter Lesestoffe für Lehrer- und Lehrerinnenseminare
Editor:
Wimmers, Peter
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Handel
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1909
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1017833028
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15645804
Title:
[Band 2, [Schülerband]]
Shelfmark:
DEL-II 9(2,10)-2
Editor:
Wimmers, Peter
Volume count:
Band 2, [Schülerband]
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Handel
Document type:
Volume
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1910
Edition title:
2. verbesserte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
I. Aus der Geschichte und Kulturgeschichte
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Sammlung ausgewählter Lesestoffe für Lehrer- und Lehrerinnenseminare
  • [Band 2, [Schülerband]] (Band 2, [Schülerband])
  • binder
  • Title page
  • Vorwort
  • I. Aus der Geschichte und Kulturgeschichte
  • II. Aus der Kunst- und Literaturgeschichte
  • III. Aus der Natur-, Länder- und Volkswirtschaftskunde
  • Inhaltsverzeichnis
  • Advertising
  • binder

Full text

58 
trieb den stolzen Reichsfreiherrn ans dem Lande, gerade in dem Augen¬ 
blick, da sich ein neuer Krieg des Imperators gegen Österreich vorbereitete 
und die Königin aus eine Erhebung des gesamten Deutschlands hoffte. Sie 
besaß nach Frauenart wenig Verständnis für die mächtigen Interessen, die 
5 trennend zwischen den beiden Großmächten des alten Reiches standen, und 
sah in Österreich schlechtweg den stammverwandten Genossen. Mit der 
Mahnung, unsere leidenden österreichischen Brüder dereinst zu rächen, hatte 
sie vor Jahren ihren ältesten Sohn begrüßt, da er zum erstenmal den 
Offiziersrock trug. Vor wie nach dem Kriege bekannte sie: „Meine Hoffnung 
10 ruht auf der Verbindung alles dessen, was den deutschen Namen trägt!" 
während der König, die militärische Lage richtiger schätzend, nicht ohne 
Rußlands Beistand den neuen Kampf wagen wollte. Jetzt aber fochten die 
Russen auf Frankreichs Seite; die Absichten des Wiener Hofes, der die 
Schlacht von Jena mit kaum verhohlener Schadenfreude begrüßt hatte, 
15 blieben in verdächtigem Dunkel. Das unfähige Kabinett, das die Erbschaft 
Steins angetreten, fand in der schwierigen Lage keinen festen Entschluß; 
Österreich unterlag, und die kriegerische Begeisterung des deutschen Nordens 
verrauchte in einigen kecken Parteigängerzügen. Die Königin aber schrieb 
verzweifelnd: „Österreich singt sein Schwanenlied, und dann ade, Germania!" 
20 Zwei Tage der Hoffnung waren ihr noch beschieden am Abend ihres 
kurzen Lebens. Sie kehrte zurück in ihr geliebtes Berlin, und als sie durch 
das Königstor einzog in dem neuen Wagen, den ihr die verarmte Stadt 
verehrt, nahebei der König zu Roß und die beiden ältesten Söhne im Zuge 
ihres Regiments, da begrüßten die dichtgedrängten Massen den Hof wie 
25 die Truppen mit herzlichem Willkommgrnß; Preußens Volk und Heer, die 
einander so bitter gescholten und angeklagt, feierten ihre Versöhnung, um 
fortan einig zu bleiben für alle Zukunft. Bald nachher, wenige Tage 
bevor die Königin ihre letzte Reise antrat, entließ Friedrich Wilhelm das 
Ministerium Altenstein, er verwarf die Abtretung von Schlesien, die ihm 
30 seine kleinmütigen Räte zumuteten, und berief Hardenberg an die Spitze 
der Geschäfte. Mit dem neuen Staatskanzler kam frisches Leben in die 
Verwaltung; er führte das Werk der Reformen des Freiherrn von Stein 
kühn und besonnen weiter und bereitete durch ein kluges diplomatisches Spiel 
die große Erhebung vor, während Scharnhorst die Waffen schärfte für den 
35 Tag der Befreiung. Diesen Tag zu erleben, hatte Luise nie gehofft. Ihr 
zarter Körper erlag dem verzehrenden Kummer. 
Ohne jede Ahnung des eignen Wertes, wie sie immer war, hat die 
Königin einst selber ausgesprochen, was sie von dem Urteil der Geschichte 
erwartete: „Die Nachwelt wird mich nicht zu den berühmten Frauen zählen; 
40 aber möge sie von mir sagen: sie duldete viel, sie harrte aus im Dulden, 
und sie gab Kindern das Dasein, die besserer Zeiten würdig waren, sie 
herbeizuführen gestrebt und endlich sie errungen haben." Wie über alles
	        

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Wimmers, Peter. [Band 2, [Schülerband]]. Breslau: Handel, 1910. Print.
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