GEI-Digital Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • Nach links rotieren
  • Nach rechts rotieren
  • Neuladen in Standardansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Lesebuch für Fortbildungsschulen auf dem Lande und in kleineren Städten

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1019398248
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16406982
Titel:
Lesebuch für Fortbildungsschulen auf dem Lande und in kleineren Städten
Signatur:
DF-II 10(1,06)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Brodkorb, K.
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hahn
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1906
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Im beruflichen Leben
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
[I. Von den Personen im beruflichen Leben]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für Fortbildungsschulen auf dem Lande und in kleineren Städten
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Im beruflichen Leben
  • [I. Von den Personen im beruflichen Leben]
  • Von der Arbeit
  • Im gesellschaftlichen Leben
  • Anhang. Schriftverkehr
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 2 — 
Natur auch die Gedanken zu geordnetem Lauf. Er ist der Priester, 
welcher Beständigkeit, Zucht und Sitte, die ersten Tugenden eines 
Volkes, zu hüten hat. Wenn andere Arten nützlicher Tätigkeit 
veralten, die seine ist so ewig, wie das Leben der Erde; wenn 
andere Arbeit den Menschen in enge Mauern einschließt, in die 
Tiefen der Erde oder zwischen die Holzplanken des Schiffes: sein 
Blick hat nur zwei Grenzen, oben den blauen Himmel und unten 
den festen Grund. Ihm wird die höchste Freude des Schaffens; 
denn was sein Befehl von der Natur fordert, Pflanze oder Tier, 
das wächst unter seiner Hand zu eigenem frohen Leben auf. Auch 
dem Städter ist die grüne Saat und die goldene Halmfrucht des 
Feldes, das Rind auf der Weide und das galoppierende Füllen, 
Waldesgrün und Wiesenduft eine Erquickung des Herzens; aber 
kräftiger, stolzer, edler ist das Behagen des Mannes, der mit dem 
Bewußtsein über die Flur schreitet: dies alles ist mein, meine 
Kraft erschuf es, und mir gereicht es zum Segen. Denn nicht in 
mühelosem Genuß betrachtet er die Bilder, welche ihm die Natur 
entgegenhält. An jeden Blick knüpft sich ein Wunsch, an jeden 
Eindruck ein Vorsatz, jedes Ding hat für ihn einen Zweck; denn 
alles, das fruchtbare Feld, das Tier und der Mensch, soll Neues 
schaffen nach seinem Willen, dem Willen des Gebieters. Die 
tägliche Arbeit ist sein Genuß, und in diesem Genusse wächst 
seine Kraft. — So lebt der Mann, welcher selbst der arbeitsame 
Wirt seines Gutes ist. 
Wehe aber dem Landwirt, dem der Grund unter den 
Füßen fremden Gewalten verfällt! Er ist verloren, wenn seine 
Arbeit nicht mehr ausreicht, die Ansprüche zu befriedigen, welche 
andere Menschen an ihn stellen. Die Geister der Natur gönnen 
ihren Segen nur dem, welcher ihnen frei und sicher gegenüber 
steht, sie empören sich, wo sie Schwäche, Eile und halben Mut 
ahnen. Keine Arbeit wird mehr zum Heil. Die gelbe Blüte der 
Olsaat und die blaue Blume des Flachses vertrocknen ohne 
Frucht. Rost und Brand fallen über das Getreide, in tödlichem 
Faulfieber schwindet der kleine Leib der Kartoffel; sie alle, so 
lange an Gehorsam gewöhnt, wissen so bitter jede Nachlässigkeit 
zu strafen. — Dann wird für den Herrn der tägliche Gang durch 
die Felder ein täglicher Fluch. Wenn die Lerche aus dem Roggen 
aufsteigt, muß er denken, daß die Frucht schon auf dem Halme 
verkauft ist. Wenn das Gespann der Rinder den Klee nach den 
Ställen fährt, weiß er, daß der Ertrag von Milch und Fleisch schon 
von fremden Gläubigern gefordert wird, und er muß zweifeln, ob 
die Fruchtbarkeit, welche seinem Acker durch das Wiederkäuen der
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktuellem Bild.

Monografie

METS MARC XML Dublin Core RIS IIIF Manifest Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer OPAC

Kapitel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Monografie

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

URN:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Brodkorb, K. Lesebuch Für Fortbildungsschulen Auf Dem Lande Und in Kleineren Städten. Leipzig: Hahn, 1906. Print.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment