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Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1019521619
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16606092
Titel:
Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen
Signatur:
DF-II 24(1,02)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Wohlrabe, Wilhelm (13.03.1851-29.12.1920)
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Voigtländer
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1902
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
I. Abschnitt Einleitendes
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • [H. Haessel]
  • Vorwort
  • [Vorwort]
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Abschnitt Einleitendes
  • II. Abschnitt In der Lehre
  • III. Abschnitt Der Gesell
  • A. In der Werkstatt
  • B. Zur Wanderschaft
  • C. Wanderungen im deutschen Vaterlande
  • D. Blicke in die deutsche Geschichte
  • E. Wer will unter die Soldaten!
  • IV. Abschnitt Der Meister
  • A. Meister-Würde und -Bürde
  • B. Aus Werkstatt und Fabrik
  • C. Verkehr und Verkehrsmittel
  • D. Aus der Gesundheitslehre
  • E. Haus- und Volkswirtschaftliches
  • F. Weiteres aus der Gesetzeskunde
  • V. Abschnitt Abschließendes
  • Einband

Volltext

— 
R 
J. Abschnitt 
Einleitendes 
4 
1 
2 
/ 
Was will ich werden, 
wie will ich's werden. 
Maurer 
Potsdam 
Zimmerleute 
Linz 
1. Beruf und Berufswahl. 
1. Beruf kommt von Rufen her und bezeichnet die Lebensstellung, 
zu welcher jemand herbeigerufen ist. Dieser Ruf kann von innen 
kommen, so daß man sagt: Dieser Mensch ist dazu geboren, der ist 
zum Tischler, zum Kaufmann, zum Lehrer u. s. w. wie geschaffen. 
Es ist das ein besonders dankenswertes Geschenk Gottes, wo es so 
ist. Es kann aber auch so sein, und ist sehr oft so, daß jemand keine 
ganz bestimmte Anlage und darum auch keinen kräftigen Drang zu 
diesem oder jenem Lebensberuf in sich fühlt. Dann sagen die Eltern: 
Der Junge soll das oder jenes werden. Da sucht der bekannte Bäcker— 
meister gerade einen Lehrling, oder der Onkel Tischler wird ihn gerne 
nehmen. Da ist er gut aufgehoben, und so wird die Sache mehr 
von außen her gemacht. Für die erstgenannte Art führe ich euch 
z. B. den Mann an, der die große Grünthaler Brücke über den Kaiser— 
Wilhelm-Kanal entworfen hat. Der war eines Bauern Sohn; er 
besuchte die Dorfschule und sollte auch Bauer werden. Aber das war 
so wenig nach seinem Sinn, daß er kaum wußte, wieviel Kühe sein 
Vater im Stall hatte. Im Rechnen und in der Mathematik aber 
war er groß und allen bei weitem über. Es half nichts. Die Eltern 
mußten ihn auf die Bauschule schicken und haben es nicht zu bereuen 
gehabt. Doch wie gesagt, das ist nicht die Regel; vielmehr geben 
bei den meisten Menschen mehr äußere Gründe den Ausschlag für die 
Wahl des Berufes. 
2. Ihr alle habt ja schon euren Beruf gewählt, sonst würde ich 
euch zurufen: Denkt bei dieser Wahl nicht nur an euch, sondern auch 
an andere Leute. Drängt euch nicht darein, wo schon zu viel sind, 
sondern stellt euch dahin, wo man nach euch ausschaut. 
Vor allem aber merkt, daß nichts Rechtes aus dem Menschen 
wird, wenn er nicht fleißig und sorgfältig, nicht treu in seinem Be—
	        

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Zitierempfehlung

Wohlrabe, Wilhelm. Lesebuch Für Gewerbliche Fortbildungsschulen. Leipzig: Voigtländer, 1902. Print.
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