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Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1019521619
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16606092
Titel:
Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen
Signatur:
DF-II 24(1,02)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Wohlrabe, Wilhelm (13.03.1851-29.12.1920)
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Voigtländer
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1902
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
IV. Abschnitt Der Meister
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
D. Aus der Gesundheitslehre
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • [H. Haessel]
  • Vorwort
  • [Vorwort]
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Abschnitt Einleitendes
  • II. Abschnitt In der Lehre
  • III. Abschnitt Der Gesell
  • A. In der Werkstatt
  • B. Zur Wanderschaft
  • C. Wanderungen im deutschen Vaterlande
  • D. Blicke in die deutsche Geschichte
  • E. Wer will unter die Soldaten!
  • IV. Abschnitt Der Meister
  • A. Meister-Würde und -Bürde
  • B. Aus Werkstatt und Fabrik
  • C. Verkehr und Verkehrsmittel
  • D. Aus der Gesundheitslehre
  • E. Haus- und Volkswirtschaftliches
  • F. Weiteres aus der Gesetzeskunde
  • V. Abschnitt Abschließendes
  • Einband

Volltext

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D. Aus der Gesundheitslehre. 
1. Wie der Mensch wächst. 
Mit zarten Gliedmaßen, gebrechlich und hilflos, erblickt das Kind 
das Licht der Welt; zu täglich steigender Größe, Sicherheit und 
Selbständigkeit erwächst es. Und auf die Frage, wie denn das eigent— 
lich geschehe, lautet unsere kurze Antwort: Das Kind, der Mensch, 
waächst durch die zunehmende Größe seiner Knochen. 
1. Ein ausgebildeter Mensch besitzt, wenn man die Zähne hinzu— 
rechnet, beinahe 250 Knochen, jeden einzeln genommen mit seiner be— 
sonderen, ihm eigentümlichen Gestalt und seinen besonderen Maß⸗ 
verhältnissen. Manches Jahr geht darüber hin, bis sie alle ausge— 
wachsen sind, die einen früher, die anderen später. Es giebt manche, 
die schon bei der Geburt fast ihre ganze spätere Größe erreicht 
haben, andere, die von der Geburt an noch 15 oder 20 Jahre lang 
fortwachsen und auch hier wieder die einen stärker, die anderen schwächer. 
Nicht alle Teile des Skeletts wachsen daher in gleichem Verhältnisse, 
und das ist der wichtigste Grund dafür, daß der erwachsene Mensch 
nicht wie ein vergrößertes Kind aussieht, sondern seine besondere 
Eigentümlichkeit hat, die in jedem Alter wieder etwas anders wird. 
Erfahrene Bildhauer, wie der alte erfahrene Kunstdirektor Schadow, 
haben daher ihren Zollstock häufig an demselben Menschen versucht, 
ihn durch Jahrzehnte hindurch immer wieder von neuem gemessen, 
und so die Grundlagen für ein Gesetzbuch des Naturrechts in der Plastik 
gelegt, das leider noch immer des weiteren Ausbaues harrt. Und 
daß nicht bloß die Künstler, die in dem harten Stein arbeiten, solcher 
Gesetzbücher bedürfen, das haben Albrecht Dürer und Winckelmann 
schon vor langer Zeit dargethan. 
2. Freilich könnte jemand, der sehr feine Unterschiede macht, 
erinnern, daß der Knochen als solcher eigentlich nicht wächst. Denn 
in der That, was einmal Knochen geworden ist, das hat seine Ent— 
wickelung hinter sich; wirklich wachsen kann nur das, woraus der 
Knochen gebildet wird, und das ist, wenigstens wo es sich um Längen—
	        

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Zitierempfehlung

Tischendorf, Julius. Das Deutsche Vaterland. Leipzig: Wunderlich, 1917. Print.
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