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Lesebuch für die mittlere Stufe (Abteilung 1, [Schülerband])

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1019521619
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16606092
Title:
Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen
Shelfmark:
DF-II 24(1,02)
Editor:
Wohlrabe, Wilhelm (13.03.1851-29.12.1920)
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Voigtländer
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1902
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Monograph
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch
  • Lesebuch für die mittlere Stufe (Abteilung 1, [Schülerband])
  • Binder
    Binder
  • Title page
  • Advertising
  • Über die Einrichtung und Benutzung
  • Übersicht des Inhalts der ersten Abteilung
  • Advertising
  • A. Deutscher Lebensspiegel. (Erster Teil.)
  • B. Aus dem Haushalte der Natur
  • C. Deutsche Sagen und geschichtliche Erzählungen
  • D. Deutscher Lebensspiegel. (Zweiter Teil.)
  • Übersicht der in den Text der ersten Abteilung gedruckten Abbildungen
  • Binder

Full text

33. Wie die Schildbürger Las WraS wolle» von einer alten Mauer schaffen. 141 
vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem vorlieb, was übrig ge¬ 
blieben war, und aßen, als wenn sie vier Wochen hungern sollten. 
Wie die vier Spielleute fertig waren, löschten sie das Licht aus 
und suchten sich eine Schlafstätte, jeder nach seiner Natur und Bequemlich¬ 
keit. Der Esel legte sich auf den Mist, der Hund hinter die Thür, 
die Katze auf den Herd bei der warmen Asche, und der Hahn setzte 
sich auf den Hahnenbalken, und weil sie müde waren von ihrem langen 
Wege, schliefen sie auch bald ein. Als Mitternacht vorbei war, und 
die Räuber von weitem sahen, daß kein Licht mehr im Hause war, 
auch alles ruhig schien, sprach der Hauptmann: „Wir hätten uns doch 
nicht sollen ins Bockshorn jagen lassen," und hieß einen hineingehen 
und das Haus untersuchen. Der Abgeschickte fand alles still, ging in 
die Küche, wollte ein Licht anzünden und nahm ein Schwefelhölzchen, 
und weil er die glühenden, feurigen Augen der Katze für lebendige 
Kohlen ansah, hielt er es daran, daß es Feuer fangen sollte. Aber die 
Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht, spie und kratzte. 
Da erschrak er gewaltig, lief und wollte zur Hinterthür hinaus, aber 
der Hund, der da lag, sprang auf und biß ihn ins Bein, und als er 
über den Hof an dem Miste vorbei rannte, gab ihm der Esel noch 
einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuße; der Hahn aber, der voni 
Lärmen aus dem Schlafe geweckt und munter geworden war, rief vom 
Balken herab: „Kikeriki!" Da lief der Räuber, was er konnte, zu 
seinem Hauptmann zurück und sprach: „Ach, in dem Hause sitzt eine 
gräuliche Hexe, die hat mich angehaucht und mit ihren langen Fingern 
mir das Gesicht zerkratzt, und vor der Thür steht ein Mann mit einem 
Messer, der hat mich ins Bein gestochen, und auf dem Hofe liegt ein 
schwarzes Ungetüm, das hat mit einer Holzkeule auf mich losgeschlagen, 
und oben auf dem Dache sitzt der Richter, der rief: „Bringt mir den 
Schelm her!" da machte ich, daß ich fortkam." Von nun an getrauten 
sich die Räuber nicht wieder in das Haus; den vier Bremer Musikanten 
gefiel's aber so wohl darin, daß sie nicht wieder heraus wollten. Und 
der das zuletzt erzählt hat, dem ist der Mund noch warm. Grimm. 
33. Wie die Schildbürger das Gras wollen von einer alten 
Mauer schaffen. 
Die Schildbürger gingen einmal hinaus, eine alte Mauer zu 
besehen, welche noch von einem alten Gebäude überblieben war, 
ob sie vielleicht die Steine davon nützlich verwenden könnten. 
Nun war auf der Mauer schon lang Gras gewachsen; die Bauern 
bedauerten, daß es sollte verloren werden und niemand zu Nutz 
kommen; sie hielten deswegen Rat, wie man davon solle 
Gewinn ziehen. Darüber fielen nun vielerlei Meinungen. Die 
einen meinten, man sollte es abmähen; aber niemand wollte sich 
dazu verstehen, sich auf die Mauer zu wagen. Andere meinten, 
wenn Schützen unter ihnen wären, so wäre es am besten, 
MI 
L*‘-
	        

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Egli, Johann Jakob. Neue Handelsgeographie. St. Gallen: Huber & Comp., 1862. Print.
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