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Lehrbuch der Geographie

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN789096358
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11454739
Title:
Lehrbuch der Geographie
Shelfmark:
BBF<20 B 225>
Author:
Meinicke, Carl Eduard
Place of publication:
Prenzlau
Publisher:
Kalbersberg
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1839
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für die oberen Classen höherer Lehranstalten

Chapter

Title:
Zweites Buch. Die continentale Erdhälfte
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Vierter Abschnitt. Mitteleuropa
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Geographie
  • Binder
  • Title page
  • [Zitat]
  • [Widmung]
  • Vorrede
  • Inhalt
  • Erstes Buch. Allgemeine Geographie
  • Zweites Buch. Die continentale Erdhälfte
  • Erster Abschnitt. Afrika
  • Zweiter Abschnitt. Asien
  • Dritter Abschnitt. Europa. Südeuropa
  • Vierter Abschnitt. Mitteleuropa
  • Fünfter Abschnitt. Die isolirten Gebirgsländer Nordeuropas
  • Sechster Abschnitt. Osteuropa
  • Siebenter Abschnitt. Amerika
  • Achter Abschnitt. Der Nordpolarocean
  • Drittes Buch. Die oceanische Erdhälfte
  • Binder

Full text

202 
Mitteleuropa. Die Donau. 
Iglaucr Berglande, aufsteigen, und ähnlich bleibt die Beschaffen¬ 
heit in SO. gegen das Marchthal hin, wo die zerstreut liegenden 
Bergender Rosteinberg 2200 F.) gegen die weiten welligen 
Flächen von kaum 800 F. Höhe verschwinden. 
§. 466. Die tiefsten Gegenden Böhmens und Mährens 
liegen nördlich von diesen Stufenebenen am Fuße der nördlicheren 
Bergländer. In W. ist die Eg er, die nach ihrem Austritte aus 
der Stufe des Egerlandes (§. 448) anfangs ern enges und tiefes 
Thal, später eine breite, reiche Niederung bewässert, die endlich in 
zwei Armen (an der Eger und Biela), das Mittelgebirge um¬ 
schließend (Z. 427), in das Thal der Elbe übergeht. Diese ent¬ 
steht aus zwei Armen, von denen der bedeutendere, die Moldau, 
erst im Quellthale nach SO. (§. 462), dann die Stufen in 
einem tiefen Thale durchsetzend nach N. stießt und bereits bei 
Budweis schiffbar wird. Die eigentliche Elbe durchströmt von 
ihrer Quelle am Südabhange des Riesengebirges an (§. 426) 
anfangs nach S., dann nach W. die größte Ebene Böhmens von' 
höchstens 800 F. Höhe, ein fruchtbares, gut bebautes Land; sie 
wird erst kurz oberhalb der Moldaumündung schiffbar und durch¬ 
bricht dann nach NW. das lausitzer und Elbgebirge (§. 428) in 
einer tiefen Spalte. Die March endlich bewässert am Abhange 
des Gesenkes (§. 423, 4) eine 6 bis 800 F. hohe, nach SO. 
sich senkende Ebene, aus der die schon erwähnte Einsenkung an 
der oberen Oder in die schlesischen Ebenen führt (§. 423); dann 
wendet sie sich nach S., die Abhange der Stufcnebcnen von den 
Karpathen trennend, und fällt in der öden Ebene des March¬ 
feldes in die Donau. Sie würde bei ihrem Wasserreichlhum 
wichtiger sein, wenn nicht die Ebenheit des Thales die Bildung 
zahlreicher, die sumpfige Niederung durchkreuzender Flußarme zur 
Folge gehabt hätte, die deshalb nicht schiffbar sind. 
(Anm. Die Weltstellung Böhmens und Mährens. Ihre Verbindungen 
mit dem Norden (Lausitz und Schlesien) und Süden (Oestreich). Der 
Einstuß der Gleichartigkeit in der Bildung des Landes auf seine Ge¬ 
schichte. Die slavischen Bewohner. Die Lage von Prag, Brünn). 
§. 467. Die Donau hat in ihrer Bildung mit dein Rhone, 
den sie an Länge fast um das Bicrfache übertrifft, viele Achnlich- 
keit. Sie hat ebenfalls zwei Hauptarme, deren einer im Hochge¬ 
birge, der andere in einem der vorgelagerten Bergländer entspringt, 
und wie bei dem Rhone behält bei ihrer Bereinigung der Strom 
die Richtung des letzten. Der erste Arm, der Inn, ist in seinem 
oberen Laufe im Engadin und im nördlichen Tirol bereits ge¬ 
schildert (§. 386, 304); im Basse von Kuffftein betritt er das 
Plateau von Baiern, durch welches er anfangs im tief eingesenk¬ 
ten Bette im Ganzen nach NO. stießt, bis er bei Passau mit der 
eigentlichen Donall sich verbindet. Diese entsteht im Schwarz-
	        

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Meinicke, Carl Eduard. Lehrbuch Der Geographie. Prenzlau: Kalbersberg, 1839. Print.
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