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Weltbürgertum und Staatsgefühl (H. 68)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1015509002
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15985727
Titel:
Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
Autor*in:
Plümer, E.
Haupt, W.
Bachmann, C. Fr.
Erscheinungsort:
Kassel
Verlag:
Kay
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1875
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1019755067
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16623018
Titel:
[Theil 3, [Schülerband]]
Signatur:
DBG-II 27(1,1877)-3
Autor*in:
Plümer, Emil
Haupt, W.
Bachmann, C. Fr.
Bandzählung:
Theil 3, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Kassel
Verlag:
Lipsius & Tischer
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1877
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Einband

Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Quellensammlung für den geschichtlichen Unterricht an höheren Schulen
  • Weltbürgertum und Staatsgefühl (H. 68)
  • Titelseite
  • Einleitung
  • I. Humanität und Weltbürgertum
  • II. Schlummern des nationalen Empfindens
  • III. Gleichgültigkeit gegen den "Maschinenstaat"
  • IV. Erwachtes nationales Empfinden
  • V. Staatsgesinnung
  • Werbung
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einband

Volltext

20 Goethe über Deutschlands Zukunft 
würde er sich traurig fühlen, und es nimmermehr so lieb haben, wie jetzt 
Deutschland. 
§r. warum also liebst du Deutschland? 
gntw. ITTein Vater, ich habe es dir schon gesagt! 
Sr. Du hättest es mir schon gesagt? 
Hntro. weil es mein Vaterland ist. 
11. Über die Zukunft des Vaterlandes (heinr. v. Kleist).1 
Kurfürst: Dich aber frag' ich selbst: darf ich den Spruch, 
den das Gericht gefällt, wohl unterdrücken? 
Was würde doch davon die Folge sein? 
Natalie: Für wen? für dich? 
Kurfürst: Für mich, nein! — was? für mich! 
Kennst du nichts höh'res Jungfrau, als nur mich! 
Ist dir ein Heiligtum ganz unbekannt, 
das in dem Lager Vaterland sich nennt? 
Natalie: G Herr! was sorgst du doch? dies Vaterland, 
das wird um dieser Regung deiner Gnade 
nicht gleich zerschellt in Trümmern untergehn. 
vielmehr was du, im Lager auferzogen, 
Unordnung nennst, die Tat, den Spruch der Richter 
in diesem Fall willkürlich zu zerreißen, 
erscheint mir als die schönste Ordnung erst: 
das Kriegsgesetz, das weiß ich wohl, soll herrschen — 
jedoch die lieblichen Gefühle auch. 
Das Vaterland, das du uns gründetest, 
steht eine feste Burg, mein edler (Dhm; 
das wird ganz andre Stürme noch ertragen 
fürwahr als diesen unberufnen Sieg; 
das wird sich ausbaun, herrlich in der Zukunft, 
erweitern unter (Enkels Hand, verschönern, 
mit Sinnen üppig, feenhaft, zur Wonne 
der Freunde und zum Schrecken aller Feinde; 
das braucht nicht dieser Bindung kalt und öd' 
aus eines Freundes Blut, um ©Heims herbst, 
den friedlich prächtigen zu überleben. 
12. Goethe Über Deutschlands Zukunft? 
„(Blauben Sie ja nicht, daß ich gleichgütig wäre gegen die großen 
3deen Freiheit, Volk, Vaterland. Hein; diese Ideen sind in uns; sie 
sind ein Teil unseres Wesens, und niemand vermag sie von sich zu wer¬ 
fen. Huch liegt mir Deutschland warm am herzen. Ich habe oft einen 
bitteren Schmerz empfunden bei dem Gedanken an das deutsche Volk, 
das so achtbar im einzelnen und so miserabel im ganzen ist. Eine Ver¬ 
gleichung des deutschen Volkes mit anderen Völkern erregt uns pein¬ 
liche Gefühle, über welche ich auf jegliche weise hinwegzukommen 
suche; und in der Wissenschaft und in der Kunst habe ich die Schwingen 
1 Aus heinr. v. Kleist, Prinz Friedrich v. Homburg. (Ein Schauspiel (1810). 
Ausg. von Reclam, Leipzig. Bd. II S. 114. 
2 Aus Heinrich Luden, Vaterlandsgespräch aus „Rückblicke in mein Leben". 
Curtius, Berlin 1916. S. 80ff. Das Gespräch fällt auf den 13. XII. 1813.
	        

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Herr, August. Kurzer Abriß Der Neuen Geographie. Frankfurt am Main: Wilmans, 1831. Print.
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