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Die Lande Braunschweig und Hannover

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1016576366
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15558083
Title:
Deutsches Lesebuch für höhere Mädchenschulen und verwandte Anstalten in Bayern
Editor:
Vollert, Paul
Place of publication:
Nürnberg
Publisher:
Korn
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1900
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1019887877
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-17976801
Title:
[Schuljahr 2, [Schülerband]]
Shelfmark:
DBG-II 39(2,08)-2
Editor:
Vollert, Paul
Volume count:
Schuljahr 2, [Schülerband]
Place of publication:
Nürnberg
Publisher:
Korn
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1908
Edition title:
Zweite Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Table of contents

Title:
Inhaltsverzeichnis I
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Table of contents

Contents

Table of contents

  • Die Lande Braunschweig und Hannover
  • Binder
  • Advertising
  • Kaiser Wilhelm, der erste Deutsche Kaiser aus dem Hause Hohenzollern und seine Ahnen
  • Title page
  • Die Lande Braunschweig und Hannover, Ein Buch für's Volk
  • Inhalt
  • Geographischer Theil
  • 1. Ueberblick
  • 2. Die Küsten unseres Landes
  • 3. Das Harzgebirge
  • 4. Das Gebiet der Elbe
  • 5. Das Gebiet der Weser
  • 6. Das Gebiet der Ems und Vechta
  • 7. Statistische Uebersichten
  • Historischer Theil
  • 8. Die Bevölkerung des Landes
  • 9. Die Begründung Welfischer Macht in Norddeutschland. Stiftung des Herzogthumes Braunschweig-Lüneburg
  • 10. Entstehung und Entwicklung der Städte, des neueren Adels und der Stände
  • 11. Die Zeiten der Reformation
  • 12. Einiges aus der Geschichte Hannovers und Braunschweigs bis zum Jahre 1815
  • 13. Die neuere Zeit
  • 14. Ein Blick auf die Geschichte Preußens. Die Neugestaltung Deutschlands
  • Erinnerungstage aus dem Kriege Frankreichs gegen Deutschland 1870 - 71 und anschließender Ereignisse
  • Genealogy chart
  • Genealogy chart
  • Advertising
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Full text

und Braunschweigs bis zum Jahre 1815. 
175 
Auge und weltkundige, als gelehrte und feingebildete Frau, nahm mit 
ihrer Tochter Sophie Charlotte, die später Gemahlin Friedrichs I, des 
ersten Preußischen Königs, wurde, an seinen Arbeiten lebhaft Antheil. 
Für uns sind davon am interessantesten und noch von hohem Werthe 
seine Sammlung von solchen Urkunden und Chroniken, die sich auf 
die Geschichte Niedersachsens und seiner Fürsten beziehen. Die 
Gründung einer öffentlichen Bibliothek in der Stadt Hannover 
hängt damit zusammen. 
Unter Ernst Augusts Sohne und Nachfolger GeorgLudwig 
sollte der Glanz des Hauses noch höher steigen. Im Jahre 1714 starb 
zu Celle söhnelos der letzte Bruder Ernst Augusts, der Herzog Georg 
Wilhelm von Lüneburg, und sein Land fiel nun an Georg Ludwig, 
der somit vier der Wölfischen Theilfürstenthümer (Calenberg, Göt- 
tingen, Grubenhagen und Lüneburg) wieder in einer Hand vereinigte. 
Im Jahre 1719 wurden ihm von den Schweden die beiden Herzog- 
thümer Bremen und Verden abgetreten. Diese beiden Bisthümer 
waren im Westfälischen Frieden 1648 nebst anderen Deutschen Landes- 
^heilen jener Macht zugesprochen und in weltliche Herzogthümer ver- 
wandelt. Jetzt fielen sie in Folge der unsinnigen Kriege Karls XII 
nieder an einen Deutschen Herrscher zurück. Das von Bremen um- 
schlossene Land Hadeln war schon früher in die Hände der Welfen 
-gekommen. Dieses Land war eine Besitzung der Herzöge von Sachsen- 
Lauenburg, deren letzter 1689 söhnelos starb. In Folge einer Erb- 
Verbrüderung wurde nun der ganze Besitz dem Herzoge Georg Wilhelm 
zu theil; das Herzogthum Lauenburg mußte indeß 1815 größtenteils 
an Dänemark abgetreten werden. 
Von ungleich größerer Bedeutung für unser Land war aber die 
Erhebung Georg Ludwigs auf den Thron von England, den er unter 
dem Namen Georg I bestieg. Im Jahre 1714 war nämlich die in 
England herrschende Königsfamilie ausgestorben, und Georg wurde 
als nächster protestantischer Verwandter des erloschenen Hauses auf 
den Thron dieses mächtigen Reiches berufen. Aber damit war das 
Kurfürstenthum Braunschweig-Lüneburg keineswegs eine Provinz von 
England geworden, sondern es behielt eine eigene Regierung, seine 
eigenen Finanzen, sein eigenes Heer. 
Nichtsdestoweniger hatte dies Ereigniß einen höchst bedeutenden 
Einfluß auf die Geschicke unseres Landes. Georg I fühlte sich zwar 
stets mehr als Deutscher, denn als Engländer — er hat nicht einmal 
englisch sprechen gelernt —, aber unter seinen Nachfolgern wurde 
dies anders. Georg III trat seine Regierung mit den Worten an: 
„In England geboren, rühme ich mich des Namens eines Briten".
	        

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Guthe, Hermann. Die Lande Braunschweig Und Hannover. Hannover: Klindworth, 1880. Print.
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