GEI-Digital Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
  • Rotate to the left
  • Rotate to the right
  • Reset image to default view
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Größeres Lesebuch für Fortbildungsschulen in Stadt und Land

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1020609060
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16149887
Title:
Größeres Lesebuch für Fortbildungsschulen in Stadt und Land
Shelfmark:
DF-II 45(5,1891)
Editor:
Richter, Hermann
Place of publication:
Döbeln
Publisher:
Schmidt
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1891
Edition title:
Fünfte, unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
VI. Aus der Wirtschaftslehre
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Größeres Lesebuch für Fortbildungsschulen in Stadt und Land
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Zur fünften Auflage
  • Inhalts-Verzeichnis
  • I. Erzählungen
  • II. Schilderungen und Betrachtungen
  • III. Geschichtsbilder und Lebensbeschreibungen
  • IV. Bilder aus der Länder- und Völkerkunde
  • V. Bilder aus der Naturkunde
  • VI. Aus der Wirtschaftslehre
  • VII. Gedichte
  • VIII. Sprüche und Sprichwörter
  • Anhang
  • Binder

Full text

270 
VI. Aus der Wirtschaftslehre. 
209 
114. Von der Arbeit. 
Arbeit nennt man diejenige Thätigkeit des Menschen, welche darauf 
gerichtet ist, die Mittel zuͤr Befriedigung seiner Bedürfnisse herbeizu⸗ 
schaffen. Alle Thätigkeiten, welche nicht diefen bestimmten Zweck ver— 
folgen, werden nicht „Arbeit“ genannt, und wenn damit auch noch so 
ße Anstrengungen und Kunstfertigkeiten verbunden sein sollten 
Es ist gewiß nichts leichtes, einen en Stein eine steile Anhöhe 
hinaufzurollen. Wer aber diese Anstrengung täglich einige Male aus 
führen wollte, bloß um den Stein wieder hinabrollen zu sehen, von dem 
könnte man wohl sagen, daß er sich tüchtig abquält, äber nicht, daß er 
„arbeitet.“ — Es gehört schon eine ziemuͤche Geschicklichkeit und Kunst— 
fertigkeit dazu, ein sog. Kunstschloß auseinander zu nehmen und wieder 
zusammenzusetzen. Wollte aber jemand dies täglich vornehmen, bloß 
um seine Geschicklichkeit zu beweisen, dem würde man doch raten, lieber 
zu arbeiten.“ 
Der Dieb, wenn er die Taschen anderer Leute leeren will, bedarf 
vieler Gewandtheit und großer Übung; er muß sich oft großer An— 
strengungen unterziehen, wenn er in dunkler, stürmischer Nacht in die 
Vin einbrechen und mit seinen gestohlenen Sachen entfliehen will. 
er Seeräuber, der Falschmünzer, der Urkundenfälscher, diese alle müssen 
sich oft großer Anstrengung und Gefahr unterziehen, wenn sie ihre Zwecke 
exreichen wollen; aber können wir mit Fug und Recht sagen, daß diese 
Leute „arbeiten?“ — Sie unter sich nennen ihre Thätigkeiten und An— 
strengungen wohl „Arbeit;“ aber die Volkswirtschaft thut es nicht. In 
einer geordneten Gesellschaft und im Staate ist es verboten, gesetzwidrige 
Mittel anzuwenden, um einen Zweck zu erreichen; es kann darum eine 
gesetzwidrige Thätigkeit auch nicht „Arbeit“ genannt werden im dolks 
wirtschaftlichen Sinne. 
Bei jeder Arbeit sind zweierlei Anstrengungen zu unterscheiden: 
eine geistige und eine körperliche. Jeder körperlichen Anstrengung 
muß eine geistige vorausgehen; die geistige Anstrengung, d. i. die Mbeit 
des Verstandes, muß beurteilen, ob die auszuführende körperliche Arbeit 
auch dem Zwecke entspricht, der erreicht werden soll. Wird diese Arbeit 
des Verstandes gar nicht oder nur mangelhaft vollzogen, so wird die 
körperliche Anstrengung nur schlechten, oder gar kenen Erfolg haben.
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS IIIF manifest Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC

Chapter

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Richter, Hermann. Größeres Lesebuch Für Fortbildungsschulen in Stadt Und Land. Döbeln: Schmidt, 1891. Print.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment