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Prosaheft Nr. 1 für die Klasse III (Prosaheft Nr. 1, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1022461338
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16706477
Title:
Deutsches Lesebuch für Realschulen und verwandte Lehranstalten
Editor:
Meyer, Alfred Gustav (27.10.1849-)
Nagel, Louis (05.07.1856-)
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1895
Edition title:
Oberstufe
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in Anschluß an die preußischen Lehrpläne von 1891

Volume

Persistent identifier:
PPN1022462857
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-17680784
Title:
Prosaheft Nr. 1 für die Klasse III
Shelfmark:
DDG-II 114(1,1895)-2
Editor:
Meyer, Alfred Gustav (27.10.1849-)
Nagel, Louis (05.07.1856-)
Volume count:
Prosaheft Nr. 1, [Schülerband]
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1895
Edition title:
Oberstufe [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in Anschluß an die preußischen Lehrpläne von 1891

Chapter

Title:
[Lesestücke 26-30]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für Realschulen und verwandte Lehranstalten
  • Prosaheft Nr. 1 für die Klasse III (Prosaheft Nr. 1, [Schülerband])
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • [Lesestücke 1-5]
  • [Lesestücke 6-10]
  • [Lesestücke 11-15]
  • [Lesestücke 16-20]
  • [Lesestücke 21-25]
  • [Lesestücke 26-30]
  • [Lesestücke 31-35]
  • [Lesestücke 36-40]
  • Der Dom zu Speyer
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Binder

Full text

G. Frey tag, Die Hansa auf der Ostsee, 
79 
26. Die Kansa auf der Msee. 
Von G. Frey tag, Bilder aus der deutschen Vergangenheit. 
So allmählich entstand der Bund der Hansastädte, daß wir seinen 
Anfang gar nicht wissen; auch der Name erscheint gelegentlich, er be¬ 
zeichnet ursprünglich ebenso wie das Wort Innung eine Steuer, welche 
sich die Genossen aitferlegten. Zuerst verbanden sich' einzelne Städte am 
Niederrhein und wieder an der West- und Ostsee zu gemeinsamer Ver¬ 
so lgitng ihres Vorteils in England, auf Gotland, am Ilmensee, andere 
schlossen sich allmählich an, lange banden sich kleinere Gruppen durch 
Verträge, bis die Vereinigungen im Westen und Osten zusammenflössen 
zu einem Bunde, welcher Wohlstand und Kultur Teutschlands durch 
zwei Jahrhunderte mehr gefördert hat als irgend eine andere Macht 
des Reiches. 
Tie Größe und das Ansehet: der Hansa ruhte zumeist auf den: 
Handel ihrer Osterlinge, der Ostseehändler. Denn damals war die Ost¬ 
see der große Fischbehälter Europas; der Dorsch und seine Verwandten 
wälzten sich haufenweis in die ausgeworfenen Netze, der Hering kam 
alljährlich in ungeheueren Wanderzügen durch den Nordsund, an den 
Flußmündungen wimmelte der Lachs und der Aal unter den Booten 
der Slavendörfer. Bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts war der 
Fisch längs der Küste von Pommern in so dichten Masse:: gefahren, 
daß man in: Sommer nur den Korb in das Meer zu tauche:: hatte, 
um ihn gefüllt herauszuziehen. Damals wuchsen die wendischen See¬ 
städte, vor anderen Liibeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald 
:::it märchenhafter Schnelligkeit zu hohem Wohlstand auf. Im drei¬ 
zehnten Jahrhundert verlegte aber der Fisch seine Seewege und strich 
längs der flachen Küste von Schonen und dem norwegischen Ufer. So¬ 
gleich eilten alle seetüchtigen Völker in sein Fahrwasser, und die deutschen 
Hansen kämpften um seinetwillen blutige und siegreiche Kriege mit den 
Dänen, den Herren des Nordstrandes, mit Engländern, Schotten und 
Holländern; durch Jahrhunderte behaupteten sie die Herrschaft auf Got¬ 
land, Schonen und Bergen. 
Auf Meerfahrt war also der Kaufmann der Hansa gewiesen. Kam 
er aber mit seinem guten Schiffe wiederholt an ein fremdes User, wo 
er keine Ansiedelung oder einen Ort unter fremdem Gesetz fand, so war 
sein erstes Bestreben, sich von dem Herrn des Grundes eine Stätte zu 
gewinnen, wo er nnt seinen Genossen nach Recht, Sitte und Glauben 
der Heimat leben durfte. Diesen Raum am Strand oder bei den Hütten 
eines Torfes umgartete er mit einer Schranke, dort lud er seine Waren 
aus und band das Strandseil seiner Schiffe fest; dort galt für seine 
Genossen das Heimatrecht und die Ordnung, die er sich setzte. 
Diese Gehege für sein Recht und seine Freiheit zimmerte der Hanse 
überall, sogar wo er mit feinen Fischern nur auf Wochen landete. An: 
U
	        

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Meyer, Alfred Gustav, and Louis Nagel. Prosaheft Nr. 1 Für Die Klasse III. Leipzig: Dürr, 1895. Print.
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