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Abriß der Geschichte der neueren Zeit (Teil 3)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1023099160
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16666422
Title:
Lesegärtchen
Shelfmark:
DDG-II 129(4,1877)
Place of publication:
Köln
Publisher:
DuMont-Schauberg
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1877
Edition title:
Vierte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
deutsches Lesebuch für die Mittelklassen höherer Töchterschulen und ähnlicher Anstalten

Chapter

Title:
Vierte Abtheilung. Lieder
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Abriß der allgemeinen Geschichte
  • Abriß der Geschichte der neueren Zeit (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsübersicht
  • Geschichte der neueren Zeit
  • Erste Periode. Von der Entdeckung Amerikas bis zum westphälischen Frieden, 1492 bis 1648
  • Zweite Periode. Vom westphälischen Frieden bis zur französischen Revolution, 1648 bis 1789
  • Dritte Periode. Geschichte der neuesten Zeit
  • I. Die Zeit der großen französischen Revolution, 1789 bis 1815
  • II. Die Ausbreitung der Freiheitsbestrebungen in Europa und Amerika, 1815 bis 1870
  • Tabellen zur Geschichte Deutschlands
  • Tabellen zur Geschichte der außerdeutschen Staaten
  • Advertising
  • Binder

Full text

160 Geschichte der neuesten Zeit. Von 1848 bis 1871. 
21. Dec. (21. Dec. 1848); viel rascher aber war nach G agern's Vorschlag («einen 
29. Juni kühnen Griff") am 29. Juni die vollziehende Bundesgewalt von einer über¬ 
wiegenden Majorität von 4/5 (436 Stimmen) dem Erzherzog Johann von 
Oesterreich als „unverantwortlichem Reichsverweser" übertragen, den 
auch die deutschen Regierungen anerkannten. Nachdem „die Bundesversamm- 
tung sich der Ausübung ihrer verfassungsmäßigen Befugnisse begeben" hatte, 
12. Juli übertrug der Bundes-Präsident dieselben dem Reichsverweser 12. Juli. Dieser 
erwählte ein verantwortliches Ministerium, doch blieb er ohne Geldmittel und 
Truppen zu Ausübung der Reichsgewalt. 
1849 Am 19. Januar 1849 wurde in der PaulSkirche der Beschluß ge- 
faßt (258 gegen 211 Stimmen): „die Würde des Reichsoberhaupts 
e i n e m der regierenden Fürsten Deutschlands zu übertragen." Doch einigten sich 
27 März erst nach harten Parteikämpfen, 27. März 271 gegen 267 Stimmen für „erb- 
28. März liche Kaiser gewalt", wie 28. März nach Annahme der Verfassung, 290 Mit- 
gtieber (gegen 248, welche sich der Abstimmung enthielten) zu Uebertragung 
derselben an ben König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV. 
Eine Deputation des deutschen Parlaments, an bereu Spitze ber 
Präsibent Simfon, überbrachte ben Antrag nach Berlin, wo ber 
3. April König sie am 3. April im Rittersaal empfing, das Vertrauen ber Ver¬ 
treter ber Nation anerkannte, aber erklärte: er könne „ohne bas freie 
Einverstänbniß ber Fürsten unb ber freien Städte 
Deutf chlanbs keine Entschließung fassen". Nachbem bis zum 14. April 
28 Regierungen ihren Beitritt erklärt hatten, bie 4 Königreiche aber zögerten, 
28. April gab Preußen in Frankfurt 28. April bie Erklärung ab: „Der König hat 
sich entschlossen, bie ihm borgebotene Kaiserwürbe abzulehnen." 
Der hiernach in ber Paulskirche gefaßte Beschluß: „Das gesammte deutsche 
Volk auszusorbern, die Verfassung vom 28. März 1849 zur Geltung zu 
bringen," enthielt den Hinweis auf revolutionäre Gewaltthat. In der That 
brachen auch in Sachsen, Pfalz und Baden offene Aufstände aus, die nament¬ 
lich mit Hülfe preußischer Truppen niedergeworfen wurden. 
Mit dem sinkenden Ansehen der Nationalversammlung in Frankfurt 
hotten inzwischen die Revolutionsmänner das Uebergewicht in derselben er- 
20. Mai langt; am 20. Mai erklärten 65 der achtbarsten Mitglieder, unter ihnen 
Gagern, Simson, Arndt, Dohlmann, ihren Austritt (Uhland wollte dte 
„Treue" bewahren); der nachbarlichen Kriegsereignisse wegen verlegte das 
30. Mai „Rumpfparlament" seinen Sitz 30. Mai nach Stuttgart. Nach¬ 
dem der „Rumpf" in seinen beiden ersten Sitzungen (6. und 7. Juni 1849 
— 105 Mitglieder) den Reichsverweser entsetzt und eine Regentschaft ernannt 
hatte, erklärte die würtembergifche Regierung wie der Rcichsverwefer die Ver- 
18. Juni sammlung für ungesetzlich, und dieselbe löste sich 18. Juni ff. auf. 
Noch mehr als in Frankfurt hatten bereits nach der Mitte des Jahres 
1848 auch tu Wien unb Berlin die extremen Revolutionsmänner sich der 
Bewegung bemeistert.
	        

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Meyer, Ernst, and Wilhelm Assmann. Abriß Der Geschichte Der Neueren Zeit. Braunschweig: Vieweg, 1879. Print.
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