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Lesegärtchen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1023099160
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16666422
Title:
Lesegärtchen
Shelfmark:
DDG-II 129(4,1877)
Place of publication:
Köln
Publisher:
DuMont-Schauberg
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1877
Edition title:
Vierte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
deutsches Lesebuch für die Mittelklassen höherer Töchterschulen und ähnlicher Anstalten

Chapter

Title:
Fünfte Abtheilung. Aus der Natur
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesegärtchen
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Auflösung der Räthsel
  • Erste Abtheilung. Aus dem Leben der Kinder
  • Zweite Abtheilung. Fabeln
  • Dritte Abtheilung. Erzählungen und Parabeln
  • Vierte Abtheilung. Lieder
  • Fünfte Abtheilung. Aus der Natur
  • Sechste Abtheilung. Gespräche
  • Siebente Abtheilung. Aus der heiligen Schrift
  • Binder

Full text

229 
Fünfte Abtheilung. 
Üus bei* DTcitur. 
281. Die Natur und der Mensch. 
Äie Natur ist gleichsam der sichtbare Thron der gött¬ 
lichen Herrlichkeit; der Mensch, welcher sie betrachtet, 
erhebt sich von Stufe zu Stufe zum unsichtbaren Throne' 
und erkennet die göttliche Allmacht und Weisheit. Er¬ 
schaffen, um den Schöpfer anzubeten, befiehlt der Mensch 
allen Geschöpfen; ein Diener des Himmels und ein König 
der Erde, veredelt und bereichert er die Natur; er schafft 
Ordnung, Unterwerfung und Eintracht unter den lebenden 
Wesen; er verschönert, bebauet und erweitert das Erdreich, 
vertilget Dornen und Disteln, vermehret die Traube und 
die Rose. Siehe jene öden Flächen, jene traurigen Ge¬ 
genden, wo der Mensch nie gewohnt hat! Ueberdeckt oder 
vielmehr überwildert sind sie in allen höher gelegenen 
Theilen mit dichtem, schwarzen Gehölz; Bäume ohne Rinde 
und ohne Gipfel, gebückt, zerbrochen, hinfällig vor Alter; 
andere in noch größerer Anzahl liegen am Boden, um 
zu vermodern über bereits vermoderten Haufen, und er¬ 
sticken und begraben die aufgehenden Keime. Die Natur, 
welche anderweit überall durch ihre Jugend glänzet, er¬ 
scheinet hier im Vergehen und Hinsterben; die Erde, 
belastet und gleichsam erdrückt von den Trümmern ihrer 
eigenen Schöpfungen, zeigt hier, statt eines blühenden 
Grüns, nur einen verschütteten Raum, durchzogen von 
alten, mit Moos und Schwämmen bedeckten Bäumen. 
In den niedrig gelegenem Theilen stehendes Wasser, 
faulend, weites nicht geführt und geleitet wird; morastiger 
Boden, unzugänglich, weil er weder fest, noch fiüssig ist,
	        

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Bone, Heinrich. Lesegärtchen. Köln: DuMont-Schauberg, 1877. Print.
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