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Für die Unterstufe der Lehrerseminare (Band 2, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1016598505
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15944668
Titel:
Lesebuch für deutsche Lehrerbildungsanstalten
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Kehr, Karl (06.04.1830-18.01.1885)
Kriebitzsch, Karl Theodor
Kriebitzsch, Paul (24.02.1856-07.01.1904)
Erscheinungsort:
Gotha
Verlag:
Thienemann
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1874
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1025590805
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-16837985
Titel:
Für die Unterstufe der Lehrerseminare
Signatur:
DEL-II 3(2,1876)-2
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Kehr, Karl (06.04.1830-18.01.1885)
Kriebitzsch, Karl Theodor
Kehr, H.
Kriebitzsch, Paul (24.02.1856-07.01.1904)
Bandzählung:
Band 2, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Gotha
Verlag:
Thienemann
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1876
Ausgabenbezeichnung:
Zweite, verbesserte und aus d.en Quellen zusammengestellte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
II. Poesie
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
C. Proben aus der dramatischen Poesie
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für deutsche Lehrerbildungsanstalten
  • Für die Unterstufe der Lehrerseminare (Band 2, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Übersicht des Inhalts
  • I. Prosa
  • II. Poesie
  • A. Epische Poesie
  • B. Lyrische Poesie
  • C. Proben aus der dramatischen Poesie
  • Anhang
  • Einband

Volltext

— 
9 
0. Proben ans der dramatischen Poesie. 
hanz gelesen werden Lessings „Minna von Barnhelm“ und Schillers „Tell“ (oder „Die 
Jungfrau von Orleans“). 
239. Aus „Götz von Berlichingen. (1772.) 
Von J. W. von Gocthe. 
Werke. Stuttgart 1867. Bd. IV, S. 19. 
[Erster Alt. Gbtzens Burg zu Jarthausen. 
Elisabeth. Marie. Karl. 
„Karl. Ich bitte dich, liebe Tante! erzähl mir das noch einmal vom frommen Kind, 
sist gar zu schön. 
Maria. Erzähl du mir's, kleiner Schelm! da will ich hören, ob du achtgibst. 
„Karl. Warte biß, ich will mich bedenken. — Es war einmal — ja — es war ein⸗ 
nal ein Kind, und seine Mutter war krank, da ging das Kind hin —ß 
Maria. Nicht doch. Da sagte die Mutter: „Liebes Kind —“ 
Karle „Ich bin krank 
Maria. „Und kann nicht ausgehn —“ 
„Karl. Und gab ihm Geld und sagte: „Geh hin und hol dir ein Frühstück!“ Da 
am ein armer Mann — 
Maria. Das Kind ging; da begegnete ihm ein alter Mann, der war — nun, Karl! 
Karl. Der war — alt — 
Marxia. Freilich! Der kaum mehr gehen konnte, und sagte: „Liebes Kind — 
Karl. „Schenk mir was, ich habe kein Brot gegessen gestern und heute.“ Da gab 
Kind das Geld — 
Maria. Das für ein Frühstück sein sollte. 
Larl. Da sagte der alte Mann — 
Maria. Da nahm der alte Mann das Kind — 
Karl. Bei der Hand und sagte — und ward ein schöner, glänzender Heiliger, und 
3 „Liebes Kind —“ 
WMaria. „Fur deine Wohlthätigkeit belohnt dich die Mutter Gottes durch mich: 
en Kranken du anrührst —“ 
Narl. „Mit der Hand“, — es war die rechte, glaub' ich — 
Maria. Ja. 
Karl. „Der wird gleich gesund.“ 
Maxia. Da lief das Kind nachhaus' und konnt' vor Freuden nichts reden. 
Karl. Und fiel seiner Mutter um den Hals und weinte vor Freuden — 
Maria. Da rief die Mutter: „Wie ist mir!“ und war — nun, Karl! 
Karl. Und war — und war — 
DMaria. Du gibst schon nicht acht! — und war gesund. Und das Kind kurierte 
khii und Kaiser, und wurde so reich, daß es ein großes Kloster baute. 
o Elisabeth. Ich kann nicht begreifen, wo mein Herr bleibt. Schon fünf Tage und 
lchte, daß er weg ist, und er hoffte, so bald seinen Streich auszuführen. 
WMaria. Mich ängstigt's lang'. Wenn ich so einen Mann haben sollte, der sich 
nner Gefahren aussetzte, ich stürbe im ersten Jahr. 
Elifabeth. Dafur dank' ich Gott, daß er mich härter zufammengesetzt hat. 
Karl. Aber muß denn der Vater ausreiten, wenn's so gefährlich ist? 
Maria. Es ist sein guter Wille so. 
Elisabeth. Wohl muß er, lieber Karl! 
Karl. Warum? 
—H— 
242 
27
	        

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Kehr, Karl et al. Für Die Unterstufe Der Lehrerseminare. Gotha: Thienemann, 1876. Print.
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