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[Abtheilung 2 = (Quarta, Tertia), [Schülerband]] (Abtheilung 2 = (Quarta, Tertia), [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1028404220
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18749294
Titel:
Deutsches Lesebuch für die Unterklassen höherer Lehranstalten
Erscheinungsort:
Münster
Verlag:
Russell
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1874
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1028404484
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18748968
Titel:
[Abtheilung 2 = (Quarta, Tertia), [Schülerband]]
Signatur:
DDG-II 109(1,1874)-2
Bandzählung:
Abtheilung 2 = (Quarta, Tertia), [Schülerband]
Erscheinungsort:
Münster
Verlag:
Russell
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1874
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Ungebundene Rede
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
III. Sagen
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für die Unterklassen höherer Lehranstalten
  • [Abtheilung 2 = (Quarta, Tertia), [Schülerband]] (Abtheilung 2 = (Quarta, Tertia), [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichniß
  • Ungebundene Rede
  • I. Fabeln
  • II. Erzählungen
  • III. Sagen
  • IV. Geschichten
  • V. Beschreibungen und Schilderungen
  • VI. Charakterbilder
  • VII. Abhandlungen
  • VIII. Sprüche
  • Gebundene Rede
  • Berichtigungen
  • Einband

Volltext

61 
III. Sagen. 
Irster Abschnitt 
55. UNiobe. 
Niobe war die Gemahlin des Königs Amphion in Theben, die 
Tochter des Tantalus. Wie ihr Vater war sie von den Göttern 
geliebt und gesegnet; aber sie war auch übermüthig und vermessen wie 
er, so daß sie sich selbst mit den Göttern zu wetteifern unterstand, 
und zertrümmerte dadurch all ihr Glück. Stolz brüstete sie sich mit 
ihrer und ihres Gatten Abstammung, mit dem Glanz und der Macht 
ihrer Herrschaft, mit der Kunst ihres Gatten, der durch sein Saiten— 
spiel selbst Steine bewegte; am meisten jedoch prahlte sie mit ihren 
Kindern. Sie hatte sieben Söhne und ebensoviele Töchter, und sie 
wäre in Wahrheit die glücklichste der Mütter gewesen, wenn sie sich 
nicht selbst dafür gehalten hätte. Das allzustolze Bewußtsein ihres 
Mutterglückes stürzte sie ins Verderben. 
Es war ein Fest des Apollo, des verderblichen Pestsenders und 
seiner Mutter Latona. Da ging des Teiresias Tochter, die weißagende 
Manto, durch die Straßen von Theben und rief in göttlicher Be— 
geisterung: „Ihr Ismeniden, Töchter Thebens, kommt alle und bringt 
der Latona und den beiden Kindern der Göttin Weihrauch mit from— 
mem Gebet und flechtet Lorber in euer Haar. Durch meinen Mund 
befiehlt es Latona.“ Man gehorcht, und alle Thebanerinnen schmücken 
ihre Schläfe mit Lorberzweigen und streuen Weihrauch in die heiligen 
Flammen unter frommem Gebet. Siehe, da kommt Niobe, die Königin, 
umringt von der Schar ihrer Dienerinnen, stralend in golddurch— 
wirktem Gewande und schön, soweit es der Zorn zuläßt. Und wie 
sie dastand und hoch ihr stolzes Auge über die Versammlung hintrug, 
die wallenden Locken mit dem schönen Haupte schmückend, sprach sie. 
„Welcher Wahnsinn ist es, Götter zu verehren, die ihr nicht gesehen, 
während ihr solche, die mitten unter euch wandeln, ohne Opfer und 
Weihrauch lasset! Ihr bringt der Latona Opfer, und mir versaget 
ihr die göttliche Ehre? Mein Vater Tantalus saß an den Tischen
	        

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Zitierempfehlung

Künoldt, Emil, Heinrich Oehlmann, and Emil Pleitner. Lesebuch Für Die Oberstufe Der Evangelischen Volksschulen Des Herzogtums Oldenburg. Oldenburg: Schulze, 1903. Print.
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